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Ein Quartett für die Fuggerstadt

Ulrich, Bahr und Roth verteidigen ihr Mandat – Funke-Kaiser neu in Berlin

 

So richtig Stimmung wollte bei der klassischen Wahlveranstaltung im Rathaus nicht aufkommen. Das lag nicht nur an 3G- und Maskenpflicht, sondern auch an dem nur schwer zu fassenden Wahlergebnis. Am glücklichsten schienen noch die Sozialdemokraten, die im Bund mit knappem Vorsprung siegten und auch ihre Augsburger Kandidatin Ulrike Bahr per Listenplatz wieder nach Berlin schicken dürfen. Die Grünen sind deutschlandweit „nur“ dritter Sieger, haben zwar massiv dazugewonnen, gleichzeitig aber das Ziel, die Kanzlerin zu stellen, deutlich verfehlt. wIrgendwie blöd gelaufen für die Ökopartei und damit auch für ihr Bundestags-Urgestein Claudia Roth, deren Platz im Parlament allerdings nie in Gefahr war.
Der tragische Sieger in Augsburg heißt jedoch allen voran Volker Ullrich. CDU und CSU schnitten desaströs ab und auch im Kampf um sein Direktmandat wurde es enger, als es ihm lieb sein konnte. Am Ende gewann Ullrich mit 27,2 Prozent und bleibt Bundestagsabgeordneter, die Direkt-Konkurrentinnen Claudia Roth (21,5) und Ulrike Bahr (18,2) blieben in Schlagweite.
Alle alteingesessenen Augsburger Bundestagsabgeordneten konnten so ihre Plätze verteidigen, doch das MdB-Trio aus der Fuggerstadt wächst zukünftig wieder zu einem Quartett an. FDP-Youngster Maximilian Funke-Kaiser hat es ebenfalls über die Landesliste seiner Partei geschafft, in den Bundestag einzuziehen und wird Augsburg zukünftig in Berlin repräsentieren dürfen. Exakt 137.612 Wähler gaben im Wahlkreis Augsburg Stadt (mit Königsbrunn) ihre Stimme ab und damit 73,5 Prozent der Wahlberechtigten. 24,7 Prozent der Zweitstimmen konnte die CSU für sich gewinnen und blieb trotz herber Verluste im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 (-7,1) auf dem ersten Platz. Die Grünen wurden zweitstärkste Kraft mit 19,8 Prozent (+7,4), knapp vor der SPD mit 19,2 (+3,3). Die FDP lag bei 11,2 (+1,2), die AFD bei 8,9 (-4,9) und die Linke bei 4,8 (-4,2) Prozent.
In den Augsburger Stadtteilen Hochfeld (26,8), Antonsviertel (32,6) und Innenstadt (31,9) zogen die Grünen übrigens an der CSU vorbei. Die Christsozialen holten hingegen mit 36,8 Prozent ihr höchstes Ergebnis in Bergheim.

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