15 Jahre war er der „Grandseigneur“ der Augsburger Allgemeinen,
jetzt schreibt er für die Leserinnen und Leser im AUGSBURG JOURNAL

Der langjährige Chefredakteur von Augsburgs Heimatzeitung, der in Nürnberg geboren wurde und die ersten sechs Lebensjahre dort aufwuchs, hatte auch zuvor schon spannende Karriere-Stationen in seiner Vita. Rainer Bonhorst: „Von der WAZ (Westdeutsche Allgemeine, Deutschlands größte Zeitung) wurde ich als Korrespondent erst nach London, dann nach Washington geschickt“.
Die „Edelfeder“, wie ihn viele Leser*innen, aber auch Kolleg*innen sahen, verbrachte 14 Jahre auf Wanderschaft. 1975 reiste er mit Ehefrau Almud und zwei kleinen Töchtern erst für zehn Jahre in die englische Metropole; anschließend vier Berufsjahre in die US-Regierungshauptstadt Washington D.C. .
„Die Augsburger Allgemeine gehörte damals zu den Hauptabnehmern meiner Auslandsgeschichten“, so Bonhorst. In diesem Zusammenhang besuchte er auch immer wieder seinen „Auftraggeber“ am lokalen Standort. Bonhorst: „Augsburg fand ich schon immer toll, sowohl die Stadt, als auch die Menschen!“
Deswegen war es für den ehemaligen Zeitungs-Boss keine Frage, dass er nach dem „wohlverdienten Ruhestand“ in der Region bleibt. Journalistisch Ruhe geben, das will er aber nicht: „Ich freue mich sehr, jetzt der Leserschaft des AUGSBURG JOURNALs meine Sicht der Dinge in und über Augsburg und die Welt allmonatlich kundzutun!“ Wir wünschen viel Spaß!

Liebeserklärung an Augsburg…

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Meine Zeit als Auslandskor-respondent ist eine kleine Ewigkeit her. Aber schon damals trieb mich bei den fast jährlichen Redaktionsbesuchen in Augsburg ein heimlicher Gedanke um. Der ging so: Wenn du mal wieder dauerhaft in Deutschland landest, dann wäre diese Stadt ein wunderbarer Landeplatz.
Ohne Glück ist das Leben nur halb so viel wert. Und tatsächlich, nach einigen schönen Jahren als Rückkehrer in meiner alten Ruhrgebietsheimat, bot sich die Chance, nach Augsburg, zu meiner heimlichen Liebe zu wechseln. 15 Jahre Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, und ich habe keine Minute bereut.
Dass ich es nie bereut habe, hat auch viel mit der Stadt und der Region zu tun, in der ich zu meinem Glück gelandet bin. Und mit den Menschen hier. Wirklich? Mit den Menschen? Eine der ersten Fragen, die mir eingeborene Augsburger damals, vor inzwischen mehr als 25 Jahren, gestellt haben, lautete: Wie kommst du denn mit den Augsburgern zurecht? Unausgesprochener Hintergedanke: Die sind doch so schwierig.
So habe ich das nie erlebt. In Augsburg gilt, was fast überall gilt: Wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es zurück. Außerdem: Nicht jeder muss ein ständig fröhlicher Rheinländer sein. Ein Klischee übrigens, das auch nicht stimmt.

Möchten Sie mehr lesen? Hier geht’s zu Dezember-Ausgabe des Augsburg Journals!

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