Unvergessen: Mord an Vanessa vor 20 Jahren

Täter weiterhin hinter Gittern

Gestern, am Samstag, vor genau 20 Jahren war Faschingsdienstag. Doch die Heiterkeit an diesem Tag wurde überschattet von einer grausamen Nachricht, die bundesweit für Schlagzeilen sorgte und bis heute unvergessen ist – die Rede ist von dem brutalen Mord an der damals 12-Jährigen Vanessa aus Gersthofen. Würde sie noch leben, wäre sie jetzt 32 Jahre alt.
Der damals 19-jährige Michael W. war am Rosenmontag 2002 mit einer Horrormaske verkleidet in das Elternhaus von Vanessa eingestiegen und tötete das Mädchen im Kinderzimmer mit 21 Messerstichen, während der jüngere Bruder im Zimmer nebenan schlief. Die Eltern, die auf einem Faschingsball in der nicht weit entfernten Stadthalle waren, fanden ihre tote Tochter nach der Rückkehr ins Haus.
Der 19-jährige Täter wurde nach wenigen Tagen von der „Soko Vanessa“ der Kripo Augsburg ermittelt und festgenommen – er hatte früher am Abend des Tattages eine andere Frau mit seinem Auftreten erschreckt. Den Ermittlungen zufolge war der junge Mann ein Fan von Horror- und Gewaltvideos.
Nachdem er die Jugendhöchststrafe von zehn Jahren abgesessen hatte, ordnete das Landgericht Augsburg im Jahr 2012 die nachträgliche Sicherungsverwahrung an. Es gehe weiterhin die Gefahr schwerster Gewalt- oder Sexualdelikte von dem Mann aus, meinten die Richter. Der Bundesgerichtshof bestätigte diese Entscheidung.
Immer noch bewegt die Erinnerung an die Bluttat vor allem die Menschen in Gersthofen. Nicht wenige haben sich damals auch engagiert als Ansprechpartner für Opfer von Gewaltstraftaten. So kümmern sich Ehrenamtliche im Verein „Sicheres Leben“ um betroffene und schwer belastete Kids und Jugendliche sowie deren Familien. Der Verein, so wird berichtet (Quelle: BR), organisiert am 25. Februar um 17 Uhr in der Kirche St. Jakobus in Gersthofen zum Gedenken an Vanessa eine Andacht, die auch allen anderen Kindern, die Opfer von Gewaltstraftaten geworden sind, gewidmet ist.

 

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