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Schülerin springt in den Tod

Schock und Trauer bei „Maria Stern“ nach Verzweiflungstat

Der Vorfall ist erschütternd und sehr traurig. Jetzt haben Mitgefühl und Anteilnahme Vorrang vor dem sonst üblichen Tagesgeschäft.“ So drückt Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber aus, was Anfang der Woche für Entsetzen in der Stadt sorgte. Eine Schülerin des Maria-Stern-Gymnasiums hatte ihrem Leben ein Ende gesetzt, indem sie von der Brücke auf die vielbefahrene Bundestraße 17 gesprungen war. Erste Folge: die zweispurige, autobahnähnliche, vielbefahrene Straße musste in Fahrtrichtung Landsberg für rund drei Stunden gesperrt werden. Der Verkehr wurde von der Polizei abgeleitet, auf den Straßen in der Umgebung kam es bis in die Mittagsstunden zu teils massiven Verkehrsbehinderungen.
Weit länger und weit bedrückender trifft es die Schule der Jugendlichen. „In tiefer Trauer und Betroffenheit müssen wir als Schulfamilie des Gymnasiums Maria Stern Augsburg Abschied von unserer Mitschülerin nehmen. Wir sind tief erschüttert und unendlich traurig.“ Angesichts des Todes sehe man zunächst nur die schmerzliche Seite der Medaille, deren andere Seite die Auferstehung ist, heißt es auf der Homepage der Schule. „Gott hat das letzte Wort. In seine Hände empfehlen wir unsere Mitschülerin. In der Gemeinschaft mit Gott haben wir es gut.“
Im Glauben an die Auferstehung vertrauen wir Sie, Ihre Familie und Freunde der Barmherzigkeit Gottes an und gedenken ihrer im Gebet, heißt es abschließend.
Noch eine Konsequenz hatte das schreckliche Ereignis: Die Stadt Augsburg hat das für kommenden Mittwoch geplante Stadtteilgespräch für den Augsburger Südwesten verschoben. Die Bürgerversammlung hätte ausgerechnet in der Aula von Maria Stern stattfinden sollen.
Die Reihe der Augsburger Stadtteilgespräche wird unterbrochen und das für Mittwoch, 11. Mai, 18 Uhr, terminierte Stadtteilgespräch für die Region Süd-West (Göggingen, Inningen, Bergheim) kurzfristig verschoben, heißt es in einer Pressemitteilung vom Dienstag. Grund für die Entscheidung von Oberbürgermeisterin Eva Weber und ihrem Team der Augsburger Stadtregierung sei der tragische Todesfall einer Schülerin des Gymnasiums, der sich am Montagmorgen in unmittelbarer Nähe der Schule ereignet hat. Nach Angaben der Schulleitung belaste das Ereignis die gesamte Schulfamilie enorm.
Weber: „Es ist selbstverständlich, dass wir auf die schmerzlichen Auswirkungen Rücksicht nehmen, die der Tod des Mädchens bei seinen Angehörigen, Freundinnen, Freunden und der ganzen Schulfamilie auslöst.“
Als neuer Termin für das Augsburger Stadtteilgespräch für die Region Süd-West wird Montag, 20. Juni 2022, in der Aula des Gymnasiums Maria Stern, Gögginger Str. 132, genannt.
Keine Ermittlungen in der Sache aufgenommen hat nach Worten eines Sprechers bislang die Augsburger Polizei. Dafür gebe es keine Anhaltspunkte. Freilich erhalte auch die Polizei Gerüchte und Geschichten zugetragen, die Aufarbeitung dessen, was am Montag in Göggingen passiert ist, sei aber Privatsache.

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