Spitze bei Aufklärung

0
0

Kriminal-Statistik mit erneut besseren Zahlen

Brutale Taten, wie der „Tod am Kö“, die weithin Beachtung finden, tragen dazu bei, dass sich die Menschen nicht mehr sicher fühlen. Das kann Polizeipräsident Michael Schwald bestätigen. Er erläutert aber auch, „dass die gefühlte Sicherheit durchaus von den grundsätzlich positiven Statistikzahlen abweichen kann.“

Eine Kernaufgabe der nordschwäbischen Polizei sei es deshalb, durch eine gute objektive Sicherheitslage das subjektive Sicherheitsempfinden zu stärken. „Nur wer sich sicher fühlt, lebt gerne hier. Und wir wollen, dass die Menschen gerne in Nordschwaben leben!“, so Schwald bei der Verkündung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), die positiv ausfällt. Schwald jedenfalls zeigte sich zufrieden mit der Sicherheitsbilanz, die wie immer im Frühling für das Vorjahr präsentiert wurde. So belege die bundesweit einheitlich geführte PKS erneut, dass die Menschen in Nordschwaben, in einer der sichersten Regionen Deutschlands leben.

Zum Vergleich dienen drei objektive Kennzahlen: Die absolute Zahl der registrierten Straftaten, die Anzahl der begangenen Straftaten pro 100.000 Einwohner (Kriminalitäts-Häufigkeitszahl) sowie die Aufklärungsquote. Alle drei Kennzahlen sind laut Schwald für Augsburg und die Region „hervorragend“.

Mit 39.864 registrierten Delikten war gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang der Gesamtstraftaten um 0,7 Prozent zu erkennen. Nach Abzug aller ausländerrechtlichen Verstöße, sprich Delikte gegen das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz (EU), war mit 37.999 Taten ein Rückgang um 1,3 Prozent zu verzeichnen. „Dies ist im Zehnjahresvergleich der zweitniedrigste Wert. Umso bemerkenswerter, wenn man berücksichtigt, dass die nordschwäbische Bevölkerung in dieser Zeit um mehr als 55.000 Einwohner gewachsen ist“, so Schwald.

Gekoppelt an die Zahl der Gesamtstraftaten verringerte sich auch die Kriminalitäts-Häufigkeitszahl in Nordschwaben (4382).  Damit blieb man „deutlich unter dem ohnehin schon hervorragenden bayernweiten Durchschnitt“.

„Neben dem abschreckenden Aspekt eines hohen Entdeckungsrisikos für potenzielle Straftäter, ist die erfolgreiche Fallaufklärung für viele Opfer krimineller Handlungen enorm wichtig“, betonte Schwald. Messbar werde dies durch die Aufklärungsquote. Auch  hier brauche das Präsidium Schwaben Nord mit 71,9 Prozent  den Vergleich mit anderen Regionen im Freistaat und in Deutschland nicht zu scheuen.

Getoppt werde dieser hervorragende Wert nochmals im Bereich der Stadt Augsburg, wo die Aufklärungsquote sogar um 1,8 Prozentpunkte verbessert werden konnte. In keiner anderen bayerischen Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern wurden prozentual mehr Straftaten aufgeklärt.