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Freitag, 12. Juli 2024

Warum Arne Maier für das Spiel des FC Augsburg so wichtig ist

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Gegentore in den letzten Momenten eines Spiels gegen Leverkusen zu bekommen und dann zu verlieren, dieses Schicksal ereilte in dieser Spielzeit schon die ein oder andere Mannschaft, nicht zuletzt den FC Augsburg (um Arne Maier) und die TSG Hoffenheim erst am vergangenen Wochenende.

Am kommenden Sonntag treffen die beiden Teams in einer richtungsweisenden Partie aufeinander. Beide trennen schließlich in der Tabelle nur drei Punkte und beide haben Ambitionen in der kommenden Saison international vertreten zu sein, auch wenn man sich beim FC Augsburg mit der öffentlichen Formulierung dieses Ziels bislang eher zurückhält. Man schaue immer nur von Spiel zu Spiel, betonen Trainer Jess Thorup genau wie seine Spieler wie ein Mantra.

Eine Strategie, die sich für den Verein, aber im speziellen zurzeit auch für Arne Maier voll auszuzahlen scheint. Nach seiner Verletzung kurz nach der Amtsübernahme von Jess Thorup hat sich der offensiv denkende Mittelfeldspieler in den vergangenen Wochen zu einem absoluten Leistungsträger entwickelt. Selbst beschreibt er seine Zeit unter dem neuen Trainer im Gespräch mit dem REPORTER so: „Ich war sehr früh verletzt, habe dann meine Reha erst in Berlin und am Ende wieder in Augsburg gemacht, mit ihm dann direkt den Austausch gesucht. Ich habe ihm signalisiert: ‚Ich bin fit und bereit wieder zu spielen.‘ Danach waren es erst ein paar Kurzeinsätze und schließlich habe ich meinen Platz in der Startelf wieder erarbeitet. Bei meinen Einsätzen von der Bank habe ich versucht, alles zu geben und mich aufzudrängen. Das hat der Trainer gemerkt und belohnt.“ Maier stand in den letzten vier Spielen immer in der Startelf, dabei erhöhten sich nicht nur seine Einsatzzeiten, sondern auch sein positiver Einfluss aufs Spiel der Augsburger. Zwei Tore und eine Vorlage stehen für Maier bis dato zu Buche, sowohl gegen Wolfsburg als auch gegen Köln erzielte er das wichtige erste Tor, brachte sich und seine Kollegen auf die Siegerstraße. Dass der FC Augsburg zu Hause gegen Köln nach einer überaus druckvollen zweiten Hälfte die Straße des Erfolges zum Vereinsrekord nicht weitergehen konnte, lag weniger am U21-Europameister als an der mangelnden Chancenverwertung seiner Mitspieler. Maier hatte im offensiven Mittelfeld wieder einmal geglänzt und ganze acht Chancen heraus gespielt, doppelt so viele wie der nächstbeste Spieler, in diesem Fall Sargis Adamyan.

Arne Maier: Zwei Tore und eine Vorlage in vier Spielen

Klar, dass ob des ersten Remis nach vier Siegen am Stück die Gefühlslage bei den Augsburgern nicht himmelhochjauchzend war. So sagte Maier: „Wir gehen mit gemischten Gefühlen nach Hause.“ Optimistisch, was die kommenden Aufgaben betrifft, bleibt man in der Fuggerstadt trotzdem, die Serie von fünf Spielen ohne Niederlage möchte man in Sinsheim gerne ausbauen, am besten mit dem nächsten Dreier. Aber man weiß auch, was am Sonntag auf einen zukommt. Zwar verlor die TSG jedes ihrer letzten drei Spiele, hatte Leverkusen aber am Rande einer Niederlage und kann sich zudem über die Dienste eines aufstrebenden Stürmer-Sterns und deutschen Nationalspielers freuen. Die Rede ist hierbei nicht vom Ex-Augsburger Mergim Berisha, der seit seinem Kreuzbandriss im November an seiner Wiedereinsatzfähigkeit laboriert, sondern von Maximilian Beier. Der 21-Jährige steht in 26 Einsätzen bereits bei 13 Toren und sieben Vorlagen und ist damit FCA-Kapitän Ermedin Demirovic (14/8) dicht auf den Fersen. Gemeinsam mit Wout Weghorst formiert Beier ein ähnlich effektives Angriffsduo wie der FCA mit Demirovic und Phillip Tietz.

Bei den Augsburgern dürfte man dementsprechend gewarnt sein und in der Vorbereitung den Fokus genau auf die Umschaltstärke der Mannschaft von Pellegrino Matarazzo richten. Dabei wird auch Arne Maier gefragt sein, der im Augsburger Spiel wieder für die sportlichen Glanzmomente sorgen soll. Gelingt ihm dies wieder in ähnlicher Form wie in den letzten Wochen, könnte der 25-Jährige auch wieder ins erweiterte Blickfeld der Nationalmannschaft gelangen, die für Maier „immer ein Ziel“ darstellt.

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