Zwei Eigentore

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FC Augsburg verliert wieder gegen Leverkusen – diesmal mit 1:4

Warum sich der FCA gegen Leverkusen immer wieder schwer tut, offenbarte sich beim jüngsten Aufeinandertreffen schon in der dritten Minute. Nach einem abgelaufenen Fehlpass von den „Weißen“ vom Rhein und einem Pass in den 16-er kamen sich Augsburgs Felix Uduokhai und Iago gegenseitig in die Quere. Zweiterer lief gegen den Ball – und chippte ihn zum Entsetzen der Allermeisten im Stadion im hohen Bogen über FCA-Keeper Rafal Gikiewicz.
Damit nicht genug: In Minute 14 kam eine Leverkusener Ecke zurück zu Kerem Demirbay, der Richtung Augsburger Tor schoss. Den wohl als Flanke für die eigenen Stürmer gedachten Ball veränderte Augsburgs Florian Niederlechner per Kopf so weit in seiner Flugbahn, dass er erneut neben Gikiewicz im Augsburger Tor einschlug. Eigentor Nummer 2 binnen elf Minuten!

Jetzt wäre eigentlich die Gelegenheit gewesen, den Kopf in den Sand zu stecken und den Minus-Nimbus gegen Leverkusen zu akzeptieren – immerhin hatte der FCA gegen die Werkself in 20 Bundesligaspielen noch nie gewonnen, lediglich sieben Pünktchen bei Unentschieden errungen.
Aber die Moral der Augsburger Elf stimmte, der FCA entwickelte mehr und mehr Druck. Gleich mehrere Zeitlupen brauchte man dann (30.), um zu erkennen, dass der Ball zum Augsburger Anschlusstreffer nicht nur gefühlt, sondern tatsächlich von Niederlechner über die Linie bugsiert wurde. Aufatmen dann, als in Minute 43 der mutmaßliche dritte Leverkusener Treffer vom Videobeweis kassiert wurde wegen eines vorangegangenen Handspiels.
Auch die zweite Hälfte begann mit viel Augsburger Druck, Daniel Caligiuri und Niederlechner hatten Großchancen. Bei Leverkusen lief es nicht mehr so glatt – bis Augsburg das dritte Geschenk überreichte. Eine flache Ecke des FCA wurde abgefangen, der lange Ball fand den Weg zu EM-Torschützenkönig Patrik Schick und der haute den Ball links oben ins Tor zum 3:1 für die Gäste.

Die Wechsel des FCA zeigten an, dass dennoch weiter an den Ausgleich geglaubt wurde, aber spätestens als Florian Wirtz den weit herausgelaufenen Gikiewicz überspielte und den Ball zum 4:1 ins leere Tor schob, war die Augsburger Niederlage besiegelt.
Torschütze Niederlechner nannte die beiden Eigentore zum 0:2 ebenso wie die acht Gegentore in zwei Auftakt-Heimspielen „extrem bitter“. Torhüter Gikiewicz wies unmittelbar nach Spielschluss auf die Fehler hin, die den beiden Augsburger Eigentoren vorangegangen waren. Acht Gegentore in zwei Heimspielen, das nannte er „nicht gut“. Aber er erkannte durchaus Fortschritte.

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