Silvia Laubenbacher: Dramatischer Abschiedsbrief an die Familie

Trauer um Silvia Laubenbacher †

Als Augsburger Medienstar kannten Silvia Laubenbacher sehr viele Menschen, weshalb ihr Krebs-Tod mit nur 56 Jahren vor gut zwei Monaten auch zahlreiche ehemalige Hörer und Zuschauer von Radio Kö, rt.1, Pro Sieben und zuletzt a.tv bewegte.
Die Familie der Verstorbenen, allen voran Ehemann Percy Hoven (57, früher selbst Moderator) verriet in dieser Woche der Bild-Zeitung einem noch größeren Publikum, wie er, und seine Tochter Yuma (21) und Sohn Taro (19) mit dem Schmerz umgehen. „Wenn ich traurig bin, rieche ich an den Kleidern meiner Frau,“ sagte Percy Hoven den Reporterinnen. Und über das letzte gemeinsame Jahr, das beide großteils in ihrer Wahlheimat Mallorca verbrachten: „Wir kultivierten für uns den Abschied. Silvias letztes Jahr war auch eines unserer schönsten.“ Man habe zusammen geweint und gelacht, sich schöne Erinnerungen an 24 gemeinsame Jahre ins Gedächtnis gerufen; bis Silvia dann in der Nacht auf den 12. März für immer einschlief. „Ich saß danach noch zwei Stunden an Silvias Bett, hielt ihre Hand“, erinnert sich der trauernde Ehemann.
Ein weiterer Artikel, nur einen Tag später, berichtet ausführlich von einem anrührenden Abschiedsbrief, den Silvia Laubenbacher offenbar noch kurz vor ihrem Tod für ihre geliebten Kinder geschrieben hat. Die Bild-Zeitung zitiert daraus, mit Erlaubnis der Familie, bewegende Zeilen der Verstorbenen; unter anderem ist zu lesen: „Ich hatte mich gefreut, mit Dir, liebe Yuma, das Hochzeitskleid auszusuchen. Mit Dir, lieber Taro, die Abi-Feier zu erleben. Was Ihr auch tut in Eurem Leben – seid Euch bitte sicher, dass ich von oben zusehen werde.“ Ihr sei bewusst, „dass ich Euch mit meinem Tod sehr viel zumute. Weint um mich, aber dann lacht auch wieder.“ Ermutigende, liebevolle Worte. Den Abschied können sie der Familie dennoch nur ein wenig erleichtern. Witwer Percy Hoven: „Trauer ist noch bedingungsloser als Liebe. Da ist absolut nichts verhandelbar.“ nsr

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