Zum vieldiskutierten Thema der Autokorsos in der Maxstraße nach Deutschlands 2:1-Erfolg gegen die Elfenbeinküste erreicht uns folgender Gastkommentar von Augsburger Medienmann Alexander Görbing.
Es ist eine laue Sommernacht, kurz nach Mitternacht, und Menschen feiern völlig friedlich den Sieg ihres Fußballteams auf der Maxstraße. Eigentlich ein Bild der Lebensfreude. Doch in Augsburg wird daraus sofort ein hysterisches Polit-Theater inszeniert. Dass ausgerechnet der Ehemann der Ex-Oberbürgermeisterin via Social-Media-Story den Untergang des Abendlandes beschwört und von „Kontrollverlust“ schwadroniert, ist an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten.
Es hat ein extremes Gschmäckle: Schickt die CSU-Frau hier ihren Gatten vor, weil sie sich aus feigem politischen Kalkül selbst nicht traut? Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Ihr eigener Fraktionsvorsitzender betreibt eine der größten Kneipen genau auf dieser Partymeile und verdient glänzend an den Gästen. Zudem war der aktuelle Ordnungsreferent – der für die vermeintliche Misere zuständig wäre – schon unter ihrer eigenen Regie im Amt. Das ist kein Kontrollverlust, das ist pure Heuchelei im engsten Machtzirkel.
Dass die Grünen reflexartig in die Bresche springen, Beifall klatschen und die „vollkommene Anarchie“ in Augsburg befürchten, setzt dem bürgerfeindlichen Schauspiel die Krone auf. Hier wird lautstarke, harmlose Freude gezielt kriminalisiert, um politisches Süppchen zu kochen. Augsburg ist keine Verbotszone für Spaßbefreite. Wer friedlichen Jubel mit Anarchie gleichsetzt, hat jeden Bezug zur Realität und den Bürgern verloren. Lasst den Menschen gefälligst ihre Lebensfreude und spart euch dieses peinliche Ablenkungsmanöver!







