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Dienstag, 03. März 2026

Kufe gegen Hals: Ex-Panther-Spieler Marco Sternheimer schwer verletzt

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Harte Checks, tolle Offensivszenen und spektakuläre Saves. Das zweite Playoff-Spiel um die Bayerische Eishockeymeisterschaft zwischen dem EV Dingolfing und dem EHC Königsbrunn (3:4 n. P) sorgte bei den knapp 1200 Fans für Begeisterung – zumindest bis zur Verlängerung, als Marco Sternheimer (27) vom EHC Königsbrunn schwer verletzt wurde.

Der ehemalige Augsburger Panther-Profi war von der Kufe eines Gegenspielers unabsichtlich am Hals getroffen worden und hatte einen „Cut“ erlitten. Schon zuvor war ein Rettungseinsatz auf dem Eis nötig geworden, nachdem der Königsbrunner Peter Brückner (31) in die Bande gekracht war. Die Königsbrunner gewannen das abschließende Penaltyschießen – aber das war an diesem Abend laut Mitteilung „allen Beteiligten ziemlich egal“.

„Sag der Frau, dass alles in Ordnung ist“, so eine Betreuerstimme des EHC Königsbrunn, als Brückner, Stürmer der Königsbrunner, in der 45. Minute mit vollem Tempo in die Bande krachte. Nach minutenlangem Bangen brach Riesenjubel aus: Brückner konnte zumindest auf eigenen Beinen stehen und die Partie weitergeführt werden. Dann kam es noch dicker für Königsbrunn und seine Fans: Stürmer Marco Sternheimer wurde schwer am Hals verletzt. Laut Mitteilung seines Vereins erlitt er einen Cut, eine Schnittwunde.

Nach Penalty: Ein Sieg, den keiner freute

Durch das sofortige Eingreifen der Rettungskräfte konnte – nach fast halbstündiger Behandlung – eine erste Entwarnung gegeben werden. Der EHC teilte in der Nacht zum Montag auf seinen sozialen Kanälen mit, dass Sternheimer außer Lebensgefahr sei und auf der Intensivstation „bestens behandelt“ werde. Auch Sternheimers langjähriger Arbeitgeber, die Augsburger Panther, veröffentlichte am Montagvormittag ein Update zum Zustand des Ex-Profis. Demnach gehe es dem Sportler „den Umständen entsprechend gut“.

Was das Spielgeschehen anbelangte, zogen die Gastgeber bis zur 37. Minute auf 3:0 davon. Königsbrunn ließ aber nicht nach und kam – trotz des „Brückner-Schocks“ – zum 3:3-Ausgleich, der eine Verlängerung erforderlich machte. In dieser Verlängerung spielten beide Mannschaften – deutlich beeindruckt durch die Vorkommnisse um Marco Sternheimer – die Zeit hinunter, sodass es zum entscheidenden Penalty-Schießen kam. Im gespenstisch stillen Stadion war es der Treffer von Johan Lorraine, der den Königsbrunner Sieg bedeutete.

Doch an diesem Abend waren alle Gedanken der Spieler nur bei Sternheimer, der, so die einmütige Hoffnung, wieder vollständig gesund wird, um eines Tages wieder auf dem Eis stehen zu können.

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