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Dienstag, 21. April 2026

Modular Festival vor der Zerreißprobe?

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In wenigen Wochen ist es wieder so weit: Das Modular Festival öffnet auf dem Gaswerk-Gelände seine Tore. Doch wie groß wird der Andrang wirklich sein? Schon im vergangenen Jahr machte der Veranstalter Minus, als Tausende Tickets liegen blieben und es diskutiert wurde, ob das Festival überhaupt noch stattfinden soll. Auch rund um die diesjährige Veranstaltung scheint es Probleme zu geben.

Nach AJ REPORTER-Infos läuft der Ticketvorverkauf erneut schleppend, sogar das Festival als Ganzes könnte mittelfristig auf der Kippe stehen. Die neue Festivalleiterin Cordula Baier sollte die Lage stabilisieren, doch sie fällt krankheitsbedingt länger aus. Der Augsburg Journal REPORTER fragte nach, wie die Vorbereitungen unter diesen Umständen laufen.

„Jeder Ausfall im Festival-Team erfordert Abstimmung und Organisation. Die wichtigste Botschaft ist jedoch: Das Modular Festival findet wie geplant statt“, sagt Heidi Hofstetter, Geschäftsführerin des Stadtjugendring Augsburg (SJR). „Da wir mitten in den Vorbereitungen stecken, rücken wir enger zusammen und machen innerhalb des SJR Ressourcen frei, um dem Festival-Team bestmöglich den Rücken freizuhalten und es bei seiner Arbeit zu unterstützen“.

Modular Festival unter Druck

Das Festival steht im Moment unter organisatorischem und wirtschaftlichem Druck. Einerseits wird geprüft, in welchen Bereichen das Modular-Team durch externe Ressourcen unterstützt werden könnte, falls die internen Kapazitäten nicht ausreichen. Nach eigenen Angaben haben die Organisatoren bereits Unterstützungsangebote von langjährigen Partnern erhalten. Andererseits erhofft man sich durch die angekündigten aufstrebenden Hip-Hop-Acts einen weiteren Schub bei den Tageskartenverkäufen für den Sonntag. Demnächst sollen die Newcomer-Acts bekannt gegeben und Ende April die Community-Tickets freigeschaltet werden. Auch wenn Hofstetter betont, dass das Modular Festival keine profitorientierte Veranstaltung ist, sollte dieses gemeinnützige Jugendkulturfestival trotzdem idealerweise 2026 kein Defizit aufweisen.

„Nach den stark wetterabhängigen Festivaljahren in der Vergangenheit legen wir den Fokus ganz bewusst auf optimierte Abläufe, stabile Ticketpreise und gelebte Teilhabe. Unsere Planung orientiert sich an Sicherheitsauflagen, Gelände- und Infrastruktur-Kapazitäten sowie an der Qualität des Programms, insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region“, so die Geschäftsführerin.

Erwartungen an das Festival sind groß

Im detaillierten Feedback heißt es, für das Platzprogramm habe es doppelt so viele Bewerbungen wie verfügbare Plätze gegeben. Bei den Crew-Anmeldungen wurden einige Bereiche sofort ausgebucht. Im Gastrobereich und bei den „Trash Heroes“ (Aufräumhelfer) werden derzeit noch Bewerbungen angenommen. „Das Modular lebt von der Beteiligung vieler junger Menschen, Initiativen und Ehrenamtlichen.

Unsere Erwartungen an das Festival sind groß, die Erwartungen der Stadtgesellschaft an uns aber auch. Wir geben unser Bestes, um in den kommenden sechs Wochen mit voller Energie auf das Ziel hinzuarbeiten und am Pfingstwochenende gemeinsam mit den Augsburgerinnen und Augsburgern auf dem Gaswerk-Gelände zu feiern“, fasst Hofstetter zusammen.

Ob die Pläne des Stadtjugendrings wie vorgesehen umgesetzt werden können, wird sich am vorletzten Maiwochenende zeigen.

Lesen Sie auch: Die 10 + verrücktesten Ideen fürs nächste Modular-Festival

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