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Samstag, 16. Mai 2026

Der Traum von Europa platzt an der Alten Försterei: FCA geht bei Union mit 0:4 unter

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Die einzige Frage vor dem Spiel des FC Augsburg gegen Union Berlin am 34. Spieltag war, ob es die Fuggerstädter auf den letzten Metern tatsächlich noch nach Europa schaffen würden. Doch relativ schnell deutete sich an: Es sollte nichts werden mit der großen Sensation zum Saisonabschluss.

Dabei hatte die Ausgangslage durchaus Hoffnungen geweckt. Bei einem eigenen Sieg gegen Union Berlin durften parallel sowohl Freiburg (zu Hause gegen RB Leipzig) als auch Frankfurt (gegen Stuttgart) nicht gewinnen. Die Eintracht tat den Augsburgern relativ früh den Gefallen, in Rückstand zu geraten. Richtige Freude darüber kam im FCA-Lager aber gar nicht erst auf, denn beinahe zeitgleich – in der 10. Spielminute – traf Andrej Ilic die Augsburger ins Mark. Ein langer Abschlag von Union-Keeper Klaus machte das Spiel schnell, FCA-Schlussmann Finn Dahmen eilte aus seinem Tor und prallte unglücklich mit seinem Mitspieler Robin Fellhauer zusammen. Der Profiteur dieses krummen Dings hieß Andras Schäfer, der den Ball gedankenschnell zu Ilic chippte. Dieser musste nur noch ins leere Tor einschieben.

Schneller Rückstand in Berlin

Da der FCA an der Alten Försterei (wo Schiedsrichter Patrick Ittrich übrigens sein letztes Bundesliga-Spiel pfiff) offensiv extrem wenig entgegenzusetzen hatte, registrierten die mitgereisten Augsburger Anhänger auch die schnelle 2:0-Führung der Freiburger im Parallelspiel relativ regungslos.

Relativ unglücklich sah dann auch Finn Dahmen kurz vor der Pause (42. Minute) beim 2:0 der Hausherren aus. Wieder leitete ein langer Ball von Keeper Klaus den Treffer ein. Oliver Burke verlängerte im Mittelkreis in den Lauf von Andrej Ilic, der viel Rasen vor sich hatte und aus gut 20 Metern einfach mal flach abzog. Augsburgs Nummer eins kam nicht schnell genug runter und konnte den Einschlag nicht verhindern. Eiskalte Unioner nutzten ihre wenigen Chancen in einer ansonsten highlight-armen ersten Halbzeit gnadenlos aus.

Schnelles 3:0 in der zweiten Halbzeit

Anfang der zweiten Hälfte war der Traum von Europa dann endgültig ausgeträumt. In der 54. Minute führte Union eine Ecke kurz aus, Burcu leitete an die linke Strafraumkante zu Andras Schäfer weiter. Der 27-Jährige hatte viel zu viel Platz und hämmerte die Kugel als echtes Traumtor perfekt in den rechten oberen Winkel zum 3:0.

FCA-Coach reagierte zwar unmittelbar danach mit einem Doppelwechsel und brachte Rodrigo Ribeiro und Han-Noah Massengo (für Kömür und Keitel), später folgten noch Banks und Ogundu – doch eine wirkliche Reaktion der Mannschaft blieb aus. Die Fuggerstädter bissen sich an der stabilen Berliner Defensive weiterhin die Zähne aus. Fortan ging es für den FCA nur noch um Schadensbegrenzung und darum, nicht noch weiter unter die Räder zu kommen. Auch das sollte nicht gelingen, kurz vor Schluss machte Woo-Yeong Jeong mit dem 4:0 endgültig den Deckel auf die Partie. Echte Hochkaräter auf Augsburger Seite fehlten bis zum Schlusspfiff, sodass sich der FCA ohne große Gegenwehr in die Sommerpause verabschiedet.

Eine Frage gibt es in den kommenden Tagen aber noch zu klären: die Zukunft von Manuel Baum. Ob der 46-Jährige auch in der kommenden Saison beim FCA an der Seitenlinie steht soll sich in den kommenden Tagen entscheiden.

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