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Dienstag, 21. Mai 2024

Fußball: FC Augsburg blamiert sich am Traditionsspieltag vor ausverkauftem Haus gegen Werder Bremen

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Ratlos sei er und enttäuscht. So antwortete FC Augsburg -Trainer Jess Thorup auf Fragen nach dem enttäuschenden 0:3 seiner Mannschaft beim Traditions-Spieltag vergangenen Samstag gegen Werder Bremen. Und Spielführer Ermedin Demirovic war glücklich, dass die Fans der Mannschaft nach dem Spiel trotzdem applaudierten und viele in Feierlaune geblieben waren. Diskutiert wurde aber das Auftreten der Mannschaft, die zwar mit dem Klassenerhalt in der Tasche das große Saisonziel bereits erreicht hatte, in Richtung „Europa“ aber vieles schuldig geblieben war. Dabei war alles gerichtet für ein großes Fußballfest in der Stadt und am Stadion.

Stunden vor dem Anpfiff waren Hunderte von Wespen (Vespa) und Bienen (Ape) sowie ein paar Schwalben (Simson), Motorroller also, in einem Classic Corso aus der Augsburger City zur WWK-Arena gebrummt (lesen Sie dazu auf Seite 12). Vergeblich mühte sich dort der FCA, es im ausverkauften Stadion (30.660 Zuschauer) gegen die Hanseaten ebenfalls brummen zu lassen. Am Ende stand eine nicht unverdiente 0:3-Schlappe.

Jess Thorup hatte einmal mehr seiner etablierten Startelf das Vertrauen geschenkt und begann im Tor mit Finn Dahmen sowie mit Kevin Mbabu, Jeffrey Gouweleeuw, Felix Uduokhai, Mads Pedersen, Kristjan Jakic, Arne Engels, Arne Maier, Philip Tietz, Ruben Vargas und Top-Torjäger Ermedin Demirovic.

FC Augsburg: 0:3 – was war das denn?

In der Anfangs-Halben-Stunde machte Bremen mehr Wind als der FC Augsburg und erspielte sich ein Chancen-Plus. Den ersten „Treffer“ erzielte aber Vargas für den FCA, sein Kopfball mit Torwart-Berührung im „Fünfer“ fand aber ohne große Proteste keine Anerkennung. In Minute 37 glich Werder in dieser Disziplin aus, ein vermeintliches Kopfballtor von Romano Schmid wurde nach Videoassist wegen Abseits nicht gezählt.
Kaum hatten die Zuschauer nach der Pause die Plätze wieder eingenommen die kalte Dusche für den FCA: Schmid köpfte einen Freistoß von rechts gänzlich unbedrängt in Dahmens Kasten ein (52.). Und nur fünf Minuten später das: Patrick Pfeiffer, zur Halbzeit für Arne Engels eingewechselt, rempelte Bremens Felix Agu im Strafraum um. Nach Videoassist entschied Schiri Tobias Welz auf Strafstoß. Finn Dahmen hatte zwar die Ecke, aber der Schuss von Marvin Ducksch war unerreichbar – 0:2 (61.).

Frischen Wind ins Augsburger Spiel bringen sollten die Einwechslungen von Pep Biel (für Vargas) und Sven Michel (für Tietz) nach gut einer Stunde sowie wenig später von Dion Beljo (für Maier) und Niklas Dorsch (für Jakic). Zur Überraschung vieler Heimfans verwaltete Bremen aber seinen Vorsprung nicht nur, sondern blieb weiter gefährlich. Und so verwunderte es nicht wirklich, dass es statt eines Augsburger Anschlusstreffers in der 90. Minute gar das 0:3 durch Oliver Deman setzte.

Was dieses Ergebnis am Ende bedeutet? Immerhin hatten die Augsburger Tabellennachbarn (Frankfurt, Hoffenheim, Freiburg) sämtlich Punkte-Nullrunden eingelegt. So bleibt dem FC Augsburg die Chance auf das internationale Geschäft. Dazu muss es aber bei den noch ausstehenden drei Hammer-Begegnungen in Dortmund, dann im letzten Heimspiel der Saison gegen den VfB Stuttgart und zuletzt bei der Meisterfeier in Leverkusen auf dem Punktekonto brummen. si

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