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Der unaufhaltsame Aufstieg von Amazon: Wie konnte das Unternehmen so groß werden?

Amazon
Quelle: https://unsplash.com/photos/rymh7EZPqRs

(Verlagsveröffentlichung/ Fachbeitrag bereitgestellt von „impulsQ UG“)

Es ist kaum vorstellbar, dass es Amazon vor einiger Zeit nicht gab und niemand online bestellte und seine Pakete schon am nächsten Tag erhielt. Der ursprüngliche Bücherversand hat sich zu einem der größten Unternehmen der Welt entwickelt, andere Firmen übernommen, eigene Produkte wie Alexa entwickelt und verkauft, ganz zu schweigen von den äußerst erfolgreichen Amazon Studios, die ihre eigenen Filme und Serien produzieren.

Die unglaubliche Macht von Amazon als Unternehmen beruhte auf einer gut vorbereiteten und intelligenten Strategie, bei der der Gründer Jeff Bezos immer schon den Service an erster Stelle platzierte. Viele Menschen möchten deshalb eine Amazon Aktie kaufen, um irgendwie am Erfolg des Unternehmens teilzuhaben.

Die enormen Umsätze von Amazon

Der Umsatz von Amazon betrug im Jahr 2020 rund 386 Milliarden US-Dollar. Dies war ein gigantischer Anstieg gegenüber den vorherigen Jahren. Das Unternehmen kann auf eine ausschließlich erfolgreiche Zeit zurückblicken, Abstürze und Probleme gab es dabei einfach nicht.  Das riesige Angebot in Kombination mit einem unvergleichlichen Service von Amazon ist dabei ausschlaggebend für den enormen Erfolg.

Amazon bietet alles von Bücher über Kleidung bis hin zu Elektronik und sogar Lebensmittel. Um diesem enormen Lagerbedarf gerecht zu werden, beschäftigte Amazon im Jahr 2020 über 1.000.000 Mitarbeiter. Zusätzlich arbeiten noch sehr viele Drittanbieter für Amazon. Damit ist das Unternehmen aus den USA der größte Arbeitgeber der Technologiebranche.

Der Aufstieg von Amazon

Bis 1999 verkaufte Amazon ausschließlich Bücher, Unterhaltungswaren, Haushaltswaren, Spielzeug und Computerspiele. Dabei überzeugte Amazon seine Kunden von Anfang an über den sehr hoch gehängten Servicegedanken. Zum Beispiel führte die Jetzt-Kaufen-Schaltfläche ein und hält sogar das Patent darauf. Dies ist nur ein Beispiel für den unvergleichlichen Service von Amazon, so können die Kunden mit einem Klick direkt zur Zahlung gelangen und müssen nur noch bestätigen.

Dies ist nur ein Beispiel für die vielen Innovationen rund um den Kundenservice, die Amazon so speziell machen. Das alles hatte immer ein großes Ziel, nämlich Daten über seine Kunden zu sammeln, um sie besser zu verstehen und individuell bewerben zu können. Für die Kunden wurde dadurch alles einfacher und sie fühlten sich von Amazon verstanden. Aber vor allem wurde das Einkaufen viel einfacher als bei allen anderen Anbietern im Internet.

Amazon wusste, dass der beste Weg sein Publikum zu vergrößern und zufriedenzustellen, darin bestand, direkt auf die Kunden einzugehen. Deswegen sind auch die riesigen Datenmengen, die Amazon sammelt, so wichtig. Das Unternehmen kann den Kunden nur geben, was sie wollen, wenn sie auch ganz genau wissen, was die Kunden wollen.

Eine weitere bahnbrechende Neuerung war der Amazon Marketplace, der vor 20 Jahren eingeführt wurde. Auf diesem Marktplatz haben Drittanbieter die Möglichkeit, ihre Waren direkt auf Amazon zu verkaufen. Ab diesem Moment war es Amazon möglich, Produkte zu verkaufen, für die das Unternehmen keinen einzigen Lagerplatz brauchte, denn die Drittanbieter übernehmen den Rest.

Dabei wurde erst über die Zeit klar, dass ich die Drittanbieter damit einen Bärendienst geleistet haben, denn sie waren für den Versand sowie die Garantien und die einwandfreie Funktion der Produkte zuständig, aber Amazon räumte das Geld ab. Im Nachhinein fallen viele dieser unschönen Geschäftspraktiken auf, denen sich der Konzern annahm.

Amazon Prime Video zieht noch mehr Kunden an

Amazon Prime, das es ermöglicht, die Bestellung schon am nächsten Tag zu erhalten hatte Amazon nochmals einen Schub nach vorne gegeben. Diese Neuerung kann bisher keiner übertreffen oder auch nur annähernd ähnlich erfüllen. Die Prime-Kunden können dabei die Produkte danach filtern, ob sie am nächsten Tag zu Prime-Kunden geliefert werden kann oder nicht. So fallen schon viele Produkte aus dem raste und Amazon kann bestimmen, in welcher Reihenfolge die Produkte gelistet werden.

Netflix, Hulu, HBO und andere Streamingdienste regten bei Amazon die Idee an, einen eigenen Streamingdienst ins Leben zu rufen. Natürlich ging auch diese Idee voll auf und bescherte Amazon viele monatliche Kunden. Amazon Prime, der Streamingdienst, ist eine der bemerkenswertesten Veränderungen bei der Ausbreitung von Amazon.

Prime bescherte Amazon außerdem noch mehr Kundenbindung und einen tiefen Einblick in die Sehgewohnheiten seiner Kunden. Dabei ist das Angebot auf Amazon Prime beachtlich, so können die Abonnenten aus Serien, Filmen Dokus und vielem mehr wählen und sich stundenlang berieseln lassen.

Zusätzlich zum Streamingdienst zeigte sich Amazon schon immer als sehr guter Investor, so wurden im Zuge des Ausbaus von Prime zusätzliche Dienste wie zum Beispiel IMDB.com hinzugekauft. Dies alles hatte nur den Zweck noch mehr Daten über Menschen zu sammeln und sie zu Amazon zu bringen. Im Jahr 2017 kaufte Amazon dann noch Whole Foods, eine Lebensmittelunternehemn, das dafür sorgte, dass sich Amazon-Kunden ihre Lebensmittel nach Hause liefern lassen konnten. Dies sorgte nochmal für eine größere Kundenbindung.

Auch Kritik gibt es an Amazon

Es ist nicht alles Gold, was Amazon vertreibt, so kommen immer mehr Kritiker hervor und heben die Fehler und das unübersehbare Missverhalten des großen Unternehmens hervor. Dabei geht es in erster Linie um unerträgliche Arbeitsbedingungen, die schon von mehreren Undercover-Journalisten aufgedeckt wurden.

Zudem ist Amazon eines der Unternehmen, die sich wenig aus Steuern machen und diese lieber elegant umgehen. Das Problem dabei sind die Kunden, bei denen es sich überwiegend um ganz normal Menschen handelt, die alle ihre Steuern bezahlen. Wenn dann ein Unternehmen dieser Größe in kleinen Ländern wie Luxemburg angemeldet ist und einen Bruchteil der eigentlichen Steuerschuld leistet, dann regt sich zu Recht Widerstand. Was mit dem Servicegedanken begann, scheint nun die Gemüter zu erhitzen.

Die Pandemie und Amazon

Während der Pandemie mussten lokale Geschäfte schließen und hatten gar keine Einnahmen, außer sie durften bei Click and Collect mitmachen. Dies sicherte allerdings nicht die benötigten Einnahmen, um zu überleben.

Ganz anders lief es bei Amazon, denn die Menschen begannen plötzlich zu bestellen wie verrückt und dabei landete der erste Klick fast immer bei Amazon. Der Umsatz konnte während der Pandemie so nochmals gesteigert werden.

Dies ist nicht verwunderlich, da die Leute sowieso zu Hause bleiben mussten und Amazon alles liefert, was man sich vorstellen kann. Amazon ist eines der wenigen Unternehmen, die tatsächlich von der Pandemie profitierten. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er eins solches Unternehmen unterstützen möchte oder nicht, ganz egal, ob dies in Form von Aktien oder nur mit einer Bestellung geschieht.

Fachbeitrag von:

Tobias Nagel
impulsQ UG
Heinestrasse 72
72762 Reutlingen

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