Fünf Spiele in Folge hatte der FC Augsburg zuletzt nicht gewinnen können, dennoch stehen die Chancen auf den direkten Klassenerhalt weiter überaus gut. Nach dem 2:0-Heimerfolg in der Hinrunde gingen die Fuggerstädter durchaus optimistisch in die Partie in der BayArena. Und das zu Recht. Am Ende gewann die Mannschaft von Manuel Baum mit 2:1. 5 Dinge, die dabei besonders aufgefallen sind:

1. Krankes Geburtstagskind Michael Gregoritsch verpasst das Spiel – Ribeiro beginnt

Krank sein, und das am Geburtstag, das gefällt absolut niemandem. Umso bitterer für den FCA, dass es den in den letzten Wochen so formstarken Michael Gregoritsch erwischt hatte. Dieser wurde, wie zu erwarten, von Rodrigo Ribeiro ersetzt. Uchenna Ogundu wartet damit immer noch auf seinen ersten Startelfeinsatz. Einzige andere Änderung in der Startelf: Anstelle von Marius Wolf begann Han-Noah Massengo wieder im Mittelfeldzentrum, dafür rückte Robin Fellhauer wieder auf die rechte Außenverteidigerposition.

2. Die ersten Chancen sitzen – auf beiden Seiten

Nicht einmal 16 Minuten waren in der Partie gespielt und schon hatten beide Torhüter einmal hinter sich greifen müssen. In der 12. Minute brachte Patrik Schick per Kopfball seine Mannschaft mit der ersten hochkarätigen Torchance in Führung. Edmond Tapsoba hatte eine butterweiche Flanke auf den spärlich bewachten Tschechen in den Augsburger Strafraum geschlagen. Der FC Augsburg zeigte sich vom Rückstand jedoch unbeeindruckt und glich seinerseits ebenfalls mit der ersten guten Aktion aus. Nach einem Eckball kam Fabian Rieder knapp außerhalb des Strafraums an den Ball und zimmerte den Ball, leicht abgefälscht, humorlos an Mark Flekken vorbei in die Maschen.

3. Leverkusen agiert zu fahrlässig – Dahmen gut aufgelegt

Fünf Paraden musste Finn Dahmen alleine im ersten Durchgang zeigen. Die Gastgeber kamen häufig viel zu einfach vor das Augsburger Tor, ließen dort aber die Effizienz vermissen. Die sechste Parade jedoch hatte es in sich. Nach einem starken Dribbling von Nathan Tella zog dieser frei vor dem FCA-Keeper ab. Dieser parierte den strammen Schuss mit seinem Gesicht. Nach kurzer Behandlungspause konnte der in die Nationalmannschaft berufene Torhüter weitermachen und legte gegen Ibrahim Maza direkt Parade Nummer sieben nach.

4. FC Augsburg mal nicht im VAR-Pech

Es lief die 84. Minute, als das Spiel zugunsten der Leverkusener zu kippen drohte. Der FCA hatte bis dato leidenschaftlich gekämpft und einige gute Konterchancen fahrlässig liegengelassen. Schiedsrichter Brand wertete ein Handspiel von Cedric Zesiger mit angelegtem Arm als strafbares. Momente des Zitterns, Diskutierens und Bangens begannen, ehe der Unparteiische an den Bildschirm geschickt wurde. Korrekterweise nahm er seine Entscheidung zurück, bei den Gästen waren zuvor aber schon Erinnerungen an andere Partien wach geworden, als der VAR stumm geblieben war. Dieses Mal blieb es so eben beim 1:1 und die Augsburger somit weiter im Spiel.

5. Augsburg kann doch noch Elfmeter

Zwei Elfmeter hatte der FC Augsburg zuletzt verschossen. Der Druck, der auf Fabian Rieder, dem Torschützen zum 1:1 in der Nachspielzeit also lag, war groß. Nach Foul an Uchenna Ogundu blieb der Schweizer jedoch cool, verlied Flekken in die falsche Ecke und bescherte seiner Mannschaft tief in der Nachspielzeit den wichtigen Auswärtserfolg.

Was für eine Schlussphase! Erst nimmt der VAR einen Elfmeter von Leverkusen zurück, dann bekommt der FCA einen berechtigten Strafstoß und gewinnt ein Spiel, in dem er über weite Strecken deutlich näher an einer Niederlage war, als an einem Sieg. Am Ende kann es den Mannen von Manuel Baum komplett egal sein, der Abstiegskampf ist damit komplett abgehakt und man darf in der Tabelle noch ein klein wenig nach oben schielen.

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