Der FC Augsburg bringt ein Sondertrikot auf den Markt, das an die Fuggerzeit erinnert – eine Epoche, die Augsburg im 16. Jahrhundert wirtschaftlich und kulturell prägte. Entwickelt wurde das Trikot in Zusammenarbeit mit der Familie Fugger und dem Ausrüster Mizuno. Premiere feiert es beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln.
„Augsburg ist reich an Geschichte – von der römischen Vergangenheit bis zur Fuggerzeit. Mit dem neuen Sondertrikot zeigen wir, wie stark diese Epoche unsere Stadt bis heute prägt“, sagt Geschäftsführer Michael Ströll. Das Design verbinde „ein modernes, zeitgemäßes Design mit zahlreichen Details aus der Fuggerzeit“ und greife damit den Begriff „Fuggerstadt“ auf, der rund um den Verein etabliert sei.
Auch von Seiten der Familie Fugger wird das Projekt begrüßt. „Die Geschichte der Fuggerschen Stiftungen und damit der Familie Fugger ist untrennbar mit Augsburg verbunden. Dass der FC Augsburg diese Tradition mit einem eigenen Sondertrikot sichtbar macht, erfüllt uns mit großer Freude und Stolz“, erklärt Alexander Erbgraf Fugger-Babenhausen, Vorsitzender des Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Familienseniorats.
Fuggertrikot des FC Augsburg soll Zeit des 16. Jahrhunderts widerspiegeln
Historischer Bezugspunkt ist vor allem die Zeit um Jakob Fugger, der im 16. Jahrhundert maßgeblich zum Aufstieg Augsburgs als Handelsmetropole nördlich der Alpen beitrug. Anlässlich seines 500. Todestags im Dezember 2025 rückt die Epoche erneut stärker ins öffentliche Bewusstsein. Bauwerke wie die Fuggerei – die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt – oder die Fuggerkapelle in St. Anna stehen bis heute für diesen Abschnitt der Stadtgeschichte.
Gestalterisch greift das Sondertrikot verschiedene historische Elemente auf. Die leinenfarbene Variante soll an den Textilhandel der Fugger erinnern, eine dunkelblaue Version für Torhüter nimmt Bezug auf die Orgel der Fuggerkapelle. Beide Trikots sind mit dem Lilien-Wappen der Familie gestaltet, Details in Kupferoptik verweisen auf den Kupferhandel, der unter Jakob Fugger europaweit ausgebaut wurde. Im Nacken ist das Fuggerwappen angebracht, auf dem Rücken ersetzt der Schriftzug „FUGGERSTADT“ die übliche Vereinsbezeichnung.
Das sind die beiden Ausführungen des Trikots
Neben dem historischen Bezug ist auch ein sozialer Aspekt vorgesehen: Von jedem verkauften Trikot spendet der Verein symbolisch einen rheinischen Gulden – umgerechnet 0,88 Euro – an die Fuggerei. Dort beträgt die Jahreskaltmiete bis heute traditionell einen rheinischen Gulden.
Das Sondertrikot ist ab sofort im Onlineshop des Vereins erhältlich, ab 21. Februar zudem in den stationären Fanshops. Angeboten wird es in einer leinenfarbenen Version für Herren, Damen und Kinder sowie in einer dunkelblauen Torwartvariante für Herren. Die Preise liegen – je nach Ausführung und Größe – zwischen 74,95 Euro und 104,95 Euro.
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