Zum Tag der Vielfalt und als Vorbereitung auf das Pokalspiel am kommenden Sonntag lud der FCA zum ersten Heimspiel in der WWK-Arena. Das Besondere am Testspiel: Es wurde nicht zweimal 45 Minuten, sondern viermal 30 Minuten gespielt. So hatten beide Trainer die Möglichkeit, mehreren Spielern längere Spielzeit zu ermöglichen.

Augsburgs Coach Enrico Maaßen, der im Vorfeld seine Kapitänswahl für die Saison öffentlich machte – es ist wie in den vergangenen Jahren Jeffrey Gouweleeuw, Vize ist Daniel Caligiuri – schickte eine erste Elf auf den Platz, die man so auch in der Bundesliga sehen könnte. Kurzfristig verzichten musste er allerdings auf Frederik Jensen, der erkältet ausfiel, sonst wohl von Anfang an gespielt hätte. Maaßen bescheinigte ihm eine gute Entwicklung während der Vorbereitung.

Anzeige

Doppeltes Pech

Im Ballbesitz agierten die Augsburger wie erwartet in einem 3-5-2, bzw 3-4-3 System mit Carlos Gruezo und Niklas Dorsch auf der „Doppelsechs“, Arne Maier wahlweise davor auf der „Zehn“ oder rechts außen. Heraussprang aus der offensiven Ausrichtung jedoch reichlich wenig. Bereits nach fünf Minuten gingen die Gäste durch Benjamin Bourigeaud in Führung, erwischten die unaufmerksame FCA-Defensive auf dem falschen Fuß. Danach kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel, einer Chance von Hahn folgte der nicht unverdiente Ausgleichstreffer durch Neuzugang Ermedin Demirovic. Mitte des zweiten Viertels musste Dorsch nach einem Zweikampf angeschlagen vom Feld, ihn ersetzte Frederik Winther. Nach dem Spiel die schockierende Diagnose: Mittelfußbruch! Dorsch wird dem FCA in nächster Zeit erst mal fehlen.
Die dadurch etwas mangelnde Stabilität nutzte Rennes direkt doppelt aus, in der 55. Minute traf Gaetan Laborde zum 2:1 – er tunnelte Rafal Gikiewicz – und nur drei Minuten später fälschte Felix Uduokhai eine Direktabnahme von Flavien Tait ins eigene Tor ab. 3:1 aus Sicht der Franzosen und damit ein ordentlicher Dämpfer vor der Pause. Zwar wechselte der FCA im weiteren Verlauf noch kräftig durch, aber auch die Vereinnahme von Ricardo Pepi, Florian Niederlechner und Co. brachten nur phasenweise spielerische Verbesserungen mit sich.

Jetzt müssen Lösungen her

Zu Beginn des dritten Viertels machten die Augsburger dann mehr Druck, hochkarätige Chancen bekamen die 6.500 Fans jedoch eher selten zu sehen. Bis zur 118. Minute, denn da besorgte der eingewechselte Maurice Malone, der nach einem Angriff über die linke Seite genau richtig stand, den Anschlusstreffer zum 2:3.
Es folgte eine kurze, aber druckvolle, kurze Schlussoffensive, die aber nichts mehr einbrachte. Trainer Maaßen äußerte sich nach Spielschluss dennoch recht zuversichtlich: „Die Art und Weise, wie wir es angegangen sind, war wirklich gut, der Wermutstropfen ist aber definitiv die Verletzung von Niklas Dorsch.”
Um den Ausfall zu ersetzen, bieten sich dem Trainer mehrere Optionen. Eine davon wäre, Arne Maier etwas tiefer spielen zu lassen, aber auch einen Einsatz von Mads Pedersen könnte sich Maaßen offenbar vorstellen. Erste Lösungen muss der neue FCA-Trainer am kommenden Sonntag liefern, wenn der FCA in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Blau Weiß Lohne trifft.

Anzeige