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Schauspieler Hannes Jaenicke: Im Einsatz für den Wolf

Hannes Jaenicke
Hannes Jaenicke im Wolfforschungszentrum WolfScienceCenter, Ernstbrunn, Österreich. Alle Wölfe der Einrichtung werden per Hand aufgezogen. Foto: ZDF / Markus Strobel.

Hannes Jaenicke setzt sich für die Umwelt, den Klimaschutz und bedrohte Tierarten ein. Seit  Jahren dreht er Dokumentationen, mit denen er darauf aufmerksam macht, was getan werden muss, um zu schützen und nicht zu zerstören. Das macht seine Filme so besonderes und lenkt den Blick auf Themen, Fragen und Probleme, die gerade in dieser Corona-Zeit unterzugehen scheinen. Nach zuletzt Nashörnern und Lachsen widmet sich Hannes Jaenicke in seiner vielfach prämierten Doku-Reihe „Im Einsatz für …“ nun einer Tierart, die seit 20 Jahren heimisch in Deutschland ist: den Wölfen. „Dieses Mal geht es nicht um eine Gattung, die ausstirbt, sondern eine, die sich wieder ausbreitet“, stellt der prominente Naturfreund klar und fügt gleich das Problem hinzu: „Und zwar schneller, als manch einem lieb ist.“ Deshalb fürchtet er, dass der Wolf hierzulande zu einer bedrohten Tierart werden kann. AJ-Reporterin Marion Buk-Kluger sprach mit Hannes Jaenicke über die Dokumentation „Im Einsatz für den Wolf“, die am 25. Mai um 22 Uhr 15 im ZDF läuft.

Herr Jaenicke, Ihre bisherigen Dokumentationen widmeten Sie Elefanten, Löwen oder Eisbären – alles Tiere, die vom Aussterben bedroht sind. Der Wolf hingegen breitet sich in Europa wieder aus. Und trotzdem ist er das Thema Ihres neuesten Films. Warum?

Hannes Jaenicke: Irgendwann gab es einen etwas traurigen Bericht des UBA und der ganzen deutschen Naturschutzbehörden, der besagt, dass etwa ein Drittel der einheimischen Tierarten bei uns, also deutscher Tierarten, auch vom Aussterben bedroht ist. Da haben wir gesagt, wir sollten mal darüber nachdenken, wie wir Deutschen mit unserer Natur umgehen. Und da ist der Wolf einfach ein wunderschönes Exempel, wie wir es nicht tun sollten, nämlich per Abschuss.

Ist diese Angst vor dem Wolf ein typisch deutsches Phänomen?

Hannes Jaenicke: Wir haben in Italien gedreht, wo ein relativ gesunder Wolfsbestand besteht. Die Italiener haben ein anderes Verhältnis zum Wolf, weil Romulus und Remus angeblich von Wölfen großgezogen wurden. Das waren wiederum die Gründer von Rom. Also es hat auch sehr viel mit unserer Mythologie zu tun, dass wir solche Angstschisser sind, wenn es um den Wolf geht.

Das ganze Interview demnächst hier auf https://augsburg-journal.de

 

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