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Jakobus-Weinbar: Nach 12 Jahren ist Schluss

Ende Juni ist Schluss: Hilde und Udo Korzer geben das Jakobus auf. Sie hoffen aber, dass davor noch einmal eine Bewirtung erlaubt wird.

Corona beschleunigt Entscheidung

Augsburg verliert die beliebte Weinbar „Jakobus“ in der Maximilianstraße. Ende Juni ist Schluss. Das verkünden Hildegard und Udo Korzer in ihrem Newsletter und bestätigen diese auf SoPress-Nachfrage.
Ob Corona schuld ist? Die Pandemie habe ihre Tendenz, sich zurückzuziehen, beschleunigt, erklärt Udo Korzer, der mit seiner Frau genauso seit Wochen in einer Corona-Pause verweilen muss, wie die Gastronomie insgesamt.
Bevor die beliebten Wirtsleute endgültig zusperren, hoffen sie aber noch auf einige Tage und Wochen, in denen eine Bewirtung wieder erlaubt ist. Da sollte es dann noch Gelegenheiten für „kleinere Abschieds-Aktionen, Trostbeistand für orientierungslose Stammgäste und die Entgegennahme von Verwünschungen“ geben. Definitiv habe man zum 30. Juni den Pachtvertrag für das kleine Lokal gelöst, das sich auch zur „Jazz-Instanz mit Wohnzimmeratmosphäre“ entwickelt hatte. „Sollte sich jemand motiviert fühlen, unsere Nachfolge anzutreten – bitte melden“, teilen Hilde und Udo „mit schon aufflammender Wehmut“ mit.
Zwölf Jahre hat das Paar die Weinbar betrieben und zur festen Größe in der Maxstraße gemacht – ganz gegen knallige Trends im klassischen Old-School-Charme mit dunklem Holz und Marmortresen. Dass wir so lange durchgehalten haben, zeige, „dass wir doch einiges richtig gemacht haben“, resümierten die Korzers 2019 zum Zehnjährigen. Schon länger befasse man sich mit dem Gedanken auszusteigen, zumal Udo mit 67 und seine Hilde (62) „noch ein paar andere Sachen machen wollen“. Und es bliebe mehr Zeit für die beiden Töchter sowie vier Enkelkinder.

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