Hohe Ziele haben sich die prominenten und hochdekorierten (Wahl-)Augsburger*innen für die im Juli in der Fuggerstadt beginnende Kanu WM gesetzt, konkret davon sprechen will aber noch keiner. Das liegt vor allem an der anstehenden Qualifikation für die WM, die am kommenden Wochenende am generalsanierten Augsburger Eiskanalgelände stattfinden wird.

Dort hat sich so gut, wie alles verändert, nur das Wasser nicht. Die für die Olympischen Spiele 1972 angelegte Wildwasserbahn ist dieselbe geblieben, doch das Gelände drumherum wurde einmal komplett überholt und ist nun sämtlichen Anforderungen an die modernen Bedingungen gewachsen. Davon überzeugen können sich von nun an auch alle Augsbürger*innen, die nach Beendung der Umbaumaßnahmen frei auf dem Olympiagelände bewegen können.

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Darauf, dass dies am Wochenende möglichst viele tun, hoffen neben Wettkampfleiter Fabian Dörfler natürlich auch die Athlet*innen. Schließlich gehen mit Ricarda Funk (Olympia Gold), Elena Lilik (WM-Gold), Sideris Tasiadis (Olympia-Silber), und Hannes Aigner (Olympia-Bronze) große Teile der Weltspitze an den Start. Und mit Noah Hegge (23 Jahre alt und 6. bei der WM in Bratsilava) als auch Franziska Hanke (21 Jahre und Bronzegewinnerin im Team bei der WM und EM 2021) gibt es noch zwei vielversprechende Talente, denen ebenfalls die Qualifikation zur Weltmeisterschaft zugetraut werden kann. Dazu muss allerdings jeder an seine Leistungsgrenze kommen, nur die ersten Drei der jeweiligen Disziplinen haben ihr WM-Ticket quasi sicher.

Heimvorteil auch bei der Kanu-WM

Ein großer Vorteil ist sicherlich die Augsburger Rennstrecke, auf der in diesem Jahr alle vier Qualifikationsläufe absolviert werden. Dabei müssen die Kanut*innen nicht in jedem Lauf ein herausragendes Ergebnis erzielen, es zählen am Ende die drei besten. Da Ricarda Funk und Co auf genau dieser Strecke die meiste Zeit des Jahres ihr Training absolvieren, gibt es natürlich einen Heimvorteil. „Trotzdem muss man aufpassen“, weiß Ricarda „Das Wasser ändert sich die ganze Zeit, man muss es gut lesen können.“ Gelingt der Goldmedaillengewinnerin von Tokyo das erwartungsgemäß wieder außerordentlich gut, steht einer Teilnahme bei der Heim-WM nichts mehr im Wege.

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