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No joke!

Wie David John Woods Corona überlebt hat

Die Covid-19-Infektion traf den 53-jährigen Wahl-Augsburger David John Woods Anfang März völlig unerwartet und mit voller Wucht. Dabei zählt der Ex-Militär und heute erfolgreiche Hypnose-Coach mit Niederlassungen im In- und Ausland, der sich mit Fitness, Radeln und auf dem Laufband in Form hält und keine Vorerkrankungen hatte, eigentlich nicht zur Risikogruppe.

So ging er zunächst von einer „normalen Erkältung“ aus, als er anfänglich Husten, aber keine Halsschmerzen hatte. Doch nach einer Woche kamen starke Müdigkeit und Atembeschwerden dazu. Und – für den Engländer natürlich ebenfalls ungewöhnlich: „Mein Tee schmeckte mir nicht mehr!“ Die Beeinträchtigung des Geschmackssinns wurde da bereits von mehreren offiziellen Stellen als mögliches Symptom einer Erkrankung durch das Corona-Virus genannt. Und: Sein Fieber schwankte jetzt bereits zwischen 39 und 41 Grad.

Drei Tage lang versuchten Woods, seine Ehefrau und sein Sohn daraufhin, über die Telefonische Bereitschaftsstelle einen Arzt zum Testen durch die Entnahme einer Speichelprobe zu bekommen. Da fühlte sich der Psychologe bereits so schwach, dass er kaum noch stehen konnte. Und er hatte durch Appetitlosigkeit bereits drei Kilo abgenommen.

Am 28. März dann der Anruf beim Notarzt: Woods konnte kaum noch einen richtigen Atemzug machen, bei jeder Hustenattacke glaubte er, sich übergeben zu müssen – doch der Magen war leer. Die Werte der Sauerstoffsättigung im Blut sind kritisch, stellte der Notarzt fest. Mit Sanka und Sirene ging es unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ins Universitätsklinikum auf die Corona-Intensivstation. Woods Erinnerungen an die folgenden zwei Tage sind nur bruchstückhaft: „Ich wurde an alle möglichen lebenserhaltenden Systeme angeschlossen, künstlich beatmet, alle zwei Stunden bekam ich eine Infusion, ständig wurden neue Tests durchgeführt – ich erinnere mich an eine riesige Blutlache; irgendwie klappte das mit dem Katheter setzen wohl nicht auf Anhieb…

In den wachen Momenten ist David John Woods in Gedanken bei seiner Frau und versucht seine Situation zu analysieren. „Ich habe zwar einen starken Willen, aber ich dachte mir durchaus – hier kommst Du nicht mehr raus!“

Am dritten Tag zwingt er sich selbst dazu, fitter zu wirken – und tatsächlich erholt er sich, so bestätigt ihm eine Krankenschwester, sehr viel schneller als die anderen rund 30 Covid-Patienten, die mit ihm auf der geschlossenen Abteilung untergebracht sind. Nach fünf Tagen kommt er auf eine andere Station, die ihm – endlich wieder mit Bad – „wie ein 5 Sterne Hotel“ vorkommt. Kurz darauf darf er mit der Auflage, eine strikte 14-tägige häusliche Quarantäne einzuhalten, wieder heim. „Jetzt 14 Kilo leichter“, wie er lächelnd hinzufügt.

Das „Leben danach“ kommt Woods zunächst unwirklich vor; die Situation ist auch für ihn wirtschaftlich eine immense Herausforderung. Doch er freut sich darüber, Gerüche intensiver wahrzunehmen, wieder etwas zu schmecken und – am Leben zu sein. Auch dass sich in seinem privaten und geschäftlichen Umfeld niemand angesteckt hat, stimmt positiv.

Das Fazit nach insgesamt sechs Wochen Corona-Leidensgeschichte kommt britisch-trocken daher: „Ich hoffe, dass alle dieses Virus ernst nehmen – Corona is no joke!“ Woods lässt sich nicht unterkriegen, arbeitet jetzt intensiv daran, sein Unternehmen digital noch besser aufzustellen, auch wenn das natürlich den persönlichen Kontakt in seinen Coachings nicht völlig ersetzen kann.

Was ihm noch wichtig ist: „Ich glaube fest daran, dass eine gesunde Ernährung, die innere Einstellung sowie Abläufe im Unterbewusstsein die Abwehrkräfte stärken! Mentale Stärke ist in Corona-Zeiten eventuell entscheidend! Stressabbau, nicht in Panik verfallen, Hygiene- und Social Distancing beachten – all das spielt zusammen!“

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