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Olympia-Stadt Augsburg

Alle deutschen Olympia Teilnehmer im Kanuslalom v.l.: Ricarda Funk, Andrea Herzog, Sideris Tasiadis, Hannes Aigner. Foto: Thomas Lohnes

Diese Athleten fahren für uns nach Japan

Traurige Nachrichten aus Tokyo. Die Olympischen Spiele müssen leider komplett ohne Zuschauer stattfinden. Die leeren Stadien und Arenen sind zwar schon lange kein ungewohnter Anblick mehr, gerade bei Olympia hatte man sich aber ähnlich wie bei der EM versprochen durch die Verschiebung leere Ränge zu vermeiden. Erste Folgen sieht man bereits. Einige Athleten wie etwa der australische Tennisstar Nick Kyrgios haben sich dazu entschieden aufgrund fehlender Fans erst gar nicht anzutreten.
Die Augsburger Athlet*innen lassen sich davon bislang nicht beeindrucken und nehmen trotzdem an den Sommerspielen in Tokyo teil. Doch wer ist überhaupt alles aus der Fuggerstadt dabei?
Kanuslalom: Bei den Kanuten sind gleich drei Augsburger*innen dabei. Bei den Herren gehen mit Sideris Tasiadis, der Silbermedaillengewinner von Olympia 2012 in London im Canadier Einer, sowie Hannes Aigner, der Weltmeister von 2018 in Rio de Janeiro und Bronzemedaillengewinner von London 2012 im Kajak Einer, zwei Medaillenhoffnungen an den Start. Bei den Frauen ist Ricarda Funk zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen dabei, ihr bislang größter Erfolg ist die Silbermedaille im Kajak Einer bei der WM 2015 in Broxbourne, England. Aktiv sind die drei allerdings bei unterschiedlichen Vereinen, Tasiadis fährt für Kanu-Schwaben Augsburg, Aigner für den Augsburger Kanuverein während Funk für den KSV Bad Kreuznach startet. Gemein ist ihnen aber der Wille zum Erfolg. Die 29-Jährige träumt „vom Lauf meines Lebens bei Olympia“ und auch die anderen beiden würden gerne im Finale das perfekte rennen fahren, um auf der größten Bühne ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Alles andere als eine einfache Aufgabe Das deutsche Team komplettiert die Leipziger Fahrerin Andrea Herzog, die im Canadier Einer antritt.
Fußball: Wie erwartet reisen Felix Uduokhai und Marco Richter zwei Spieler des FCA mit zu den Olympischen Spielen. Neuzugang Niklas Dorsch, der bereits im Kader für die Sommerspiele stand, verzichtet darauf, um die Vorbereitung mit dem FCA absolvieren zu können. Die Chancen für ein erfolgreiches Abschneiden des DFB-Teams in der japanischen Hauptstadt sind aber auch ohne Dorsch durchaus gegeben, Trainer Stefan Kuntz steht ein starker Kader zur Verfügung. Die Chance mit guten Leistungen bei Olympia auf sich aufmerksam zu machen, nutzte zuletzt zum Beispiel Serge Gnabry, der nach einer enttäuschenden Zeit bei Arsenal auf sich aufmerksam machen konnte und mittlerweile beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft zu einem festen Bestandteil der ersten Elf entwickelte.
Skateboard: Zum ersten Mal als olympische Disziplin dabei sind die Sportarten Skateboard Park sowie Skateboard Street. In der Skateboard-Park-Disziplin geht der 20-jährige zweimalige deutsche Meister Tyler Edtmayer an den Start. Seit 2017 ist er in und neben der Halfpipe für die Skateboardabteilung des FSV Inningen aktiv. Bei den Sommerspielen geht es für ihn nun darum seine besten Tricks auszupacken und eine fünfköpfige Jury zu überzeugen, die die Stunts und Tricks der Fahrer anhand von Schwierigkeit, Ausführung, Tempo, Kreativität und Anzahl der Fehler auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten bewerten.
Tennis: Im Tennis schlägt Phillipp Kohlschreiber sowohl im Einzel als auch im Doppel auf. Der Augsburger Tennisprofi befindet sich mit 37 Jahren bereits im Herbst seiner Karriere, zeigte sich zuletzt aber gut in Form. Vom TCA mit dabei sein wird Filip Polasek, ein slowakischer Doppelspezialist, der in diesem Jahr bereits die Australian Open gewinnen konnte.
Die Augsburger Radfahrtalente Georg Zimmermann, der aktuell bei der Tour de France fährt, sowie Marco Brenner sind nicht im Kader der Olympioniken dabei, dafür der deutsche Spitzenfahrer Emanuel Buchmann.

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