Wir brauchen diese Bolzplatz-Mentalität“

Eine neue Ära ist beim Bayerischen Fußballverband im Sommer angebrochen. Nachdem Rainer Koch 18 Jahre das Amt des Präsidenten innehatte, ist mit Dr. Christoph Kern ein neuer Mann am Steuer. Der 39-Jährige hat bereits einige Veränderungen angestoßen und ist noch lange nicht fertig. Im Interview mit dem Augsburg Journal spricht der BFV-Präsident, der im Landkreis Augsburg lebt, über seine berufliche und sportliche Laufbahn, den Standort Augsburg, die Zukunft des Frauenfußballs und vieles mehr.

BFV Präsident Dr. Christoph Kern im Interview mit Sportreporter Johannes Kaiser

AJ: Wie verlief Ihre bisherige berufliche und sportliche Laufbahn? Es ist ja nicht ganz so einfach, etwas über Sie im Netz zu finden…
Christoph Kern: Da gibt es überhaupt keine Geheimnisse. Dass über mich kaum etwas im Internet zu finden ist, ist letztlich beruflichen Gründen geschuldet. Ich bin bekanntlich Richter und werde zum 1. Dezember wieder an das Landgericht in Augsburg zurückkehren, nachdem ich zuletzt für knapp vier Jahre am Obersten Bayerischen Rechnungshof als Justiziar gearbeitet habe. In der Zeit davor war ich bereits als Richter und Staatsanwalt tätig – daher stammt übrigens der Bezug nach Schwaben. Als gebürtiger Aschaffenburger war ich von der Justiz zunächst nach Kempten versetzt worden. Und, ja, diese Ecke in Schwaben hat mir sehr gut gefallen, wir haben uns schnell sehr wohl gefühlt. Ich habe mich im nächsten Schritt ganz bewusst nach Augsburg ans Gericht versetzen lassen. Sehen Sie, das steht nicht im Netz, das weiß auch Google nicht.

AJ: Und wie verlief der sportliche Weg?
Kern: Klar habe auch ich als Kind Fußball gespielt – in der Jugend bei TusPo Oberburg in Unterfranken. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass schnell klar war, dass ich da keine Bäume ausreißen werde. Ich wollte aber weiterhin mit Fußball zu tun haben und aktiver Teil dieser – wie ich nach wie vor finde – absolut tollen und faszinierenden Sportart bleiben.

Mehr dazu: DEZEMBER AUSGABE DES AUGSBURG JOURNALS