Nachdem bereits am Freitag der Augsburger Slalomkanute Hannes Aigner positiv auf das Coronavirus getestet worden war, folgte am Samstag der Super-GAU. Auch Olympiasigerin Ricarda Funk testete positiv und das gesamte deutsche Team beschloss darauf, die Teilnahme am Weltcup in Krakau nicht fortzusetzen.

Zwar fühlen sich die beiden betroffenen Athlet*innen soweit wohl, in Absprache mit dem Mannschaftsarzt Roland Eisele und mit Sportdirektor Jens Kahl, fiel aber die Entscheidung, dass alle Kanut*innen nicht weiter an den Start gehen sollen. Laut Kanu-Bundestrainer Klaus Pohlen seien zwar alle weiteren Tests negativ ausgefallen, dennoch trat das gesamte Team noch am Samstag die Heimreise an. „Wir haben eine Verantwortung für alle“, begründete Pohlen die Entscheidung. Zurück in Deutschland sollen sich alle Teammitglieder PCR-Tests unterziehen, Hannes Aigner und Ricarda Funk werden zudem ausführlich untersucht und müssen anschließend ein „Return to Sport“-Programm durchlaufen. „Erst danach“, so Pohlen, „werden wir entscheiden, wie es weitergeht“. Eine Teilnahme der deutschen Kanusportler*innen beim Weltcup am kommenden Wochenende in Tacen ist daher noch nicht gesichert.

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Da Hannes Aigner sowie Ricarda Funk im Kajak-Einer zu den besten ihrer Klasse gehören, ist eine Corona-Infektion auch mit Hinblick auf die in sechs Wochen beginnende Kanu-Wm in Augsburg doppelt bitter.

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