„Stimmungsmensch“ Ruben Vargas im Interview

Letzte Saison war Ruben Vargas ohne wenn und aber einer der besten FCA-Spieler, in der aktuellen Spielzeit lässt sein offensiver Output noch etwas zu wünschen übrig. Warum das so ist, inwiefern ihn ein volles Stadion beflügelt und ob er sich schon auf die Winter-WM in Katar samt Gruppenspiel gegen Brasilien freut, verriet der Schweizer Nationalspieler im Interview mit dem Augsburg Journal.

Augsburg Journal: Die Saison ist bislang ein einziges Auf und Ab. Warum ist das so?
Ruben Vargas: Das ist eine gute Frage. Natürlich wollen wir konstant bleiben, aber es ist auch klar, dass es nicht immer klappt und wir manche Spiele verlieren. Es ist uns in der Saison bislang sehr schwer gefallen, zwei Mal hintereinander zu gewinnen. Zum Glück ist uns das aber in der englischen Woche gegen Wolfsburg und Mainz gelungen.
AJ: Was muss sich im Endspurt noch verbessern?
Vargas: Wir wollen den Klassenerhalt in den restlichen Spielen natürlich so schnell wie möglich sichern. Dafür müssen wir gemeinsam kämpfen und so die nötigen Punkte holen, besser früher als später.
AJ: Wie groß war die Enttäuschung im Team, den ersten Matchball gegen die Hertha nicht genutzt zu haben?
Vargas: Direkt nach dem Spiel war sie sehr groß. Wir wollten zu Hause vor unseren Fans natürlich gewinnen und diesen Matchball für uns entscheiden. Leider hat es nicht geklappt.
AJ: Mit der Fanrückkehr hat man gemerkt, dass sie der Mannschaft guttun. Wie ist das für Sie persönlich, und wie waren die Jahre mit wenigen oder teils gar keinen Zuschauern?
Vargas: Ich bin persönlich ein Stimmungsmensch, ich brauche die Fans, um auf meine Höchstleistung zu kommen. Ohne sie war das sehr schwierig, man musste sich umstellen und hat die zusätzliche Motivation vermisst. Die Zuschauer pushen einen einfach. Und das hat man auch gespürt, als das Stadion wieder voll war. Das wird uns auch im Endspurt weiterhelfen.
AJ: Bis jetzt nicht Ihre stärkste Saison beim FCA, woran liegt das?
Vargas: Das ist schwierig zu sagen. Ich denke in der ersten Saison habe ich die Erwartungen vielleicht sogar übertroffen, weil ich direkt eingeschlagen habe. Aber bei jedem Spieler gibt es auch mal Phasen, in denen es nicht so gut läuft. Trotzdem bleibe ich immer positiv und versuche, der Mannschaft auch anders zu helfen. Gerade defensiv viel zu arbeiten, in der Offensive hatte ich aber auch meine Aktionen, selbst wenn diese nicht in den Scorerpunkten niedergeschlagen haben. Davon lasse ich mich aber nicht blenden und bleibe positiv, damit ich in den letzten Partien alles dafür geben kann, den Klassenerhalt zu erreichen.

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