Schlusslicht nach dem 1. Spiel

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FCA verliert 0:4 gegen Hoffenheim

Der FCA ist mit einer 0:4-Pleite gegen Hoffenheim in die neue Bundesligasaison gestartet. Vor 9.124 Zuschauern war das Team von Markus Weinzierl zwar lange auf Augenhöhe mit der TSG, aber am Ende machte vor allem der Mann des Spiels Andrej Kramaric den Unterschied. „Kramaric ist ein guter Spieler, das zeigt er immer wieder auch gegen die Topmannschaften. In der ersten Halbzeit haben wir ihn gut im Griff gehabt, aber als wir aufgemacht haben, wurden die Räume größer und dann ist er in sein Spiel gekommen“, so Kapitän Jeffrey Gouweleeuw.
Aber von vorne: In der ersten Hälfte entwickelte sich in der Augsburger Sommerhitze ein Spiel, das geprägt war von vielen Aktionen im Mittelfeld und ohne große Torchancen. Zwar hatte das Team von Weinzierl in dieser Phase etwas mehr Kontrolle über das Geschehen auf dem Platz, doch dem FCA fehlte der entscheidende Zug zum Tor. Einzig Ruben Vargas hatte in der 21. Minute eine gute Gelegenheit zur Führung. Nach perfektem Schnittstellenpass von Frederik Jensen tauchte der Schweizer allein vor Oliver Baumann auf.
Doch aus fünf Metern ging der Ball knapp am langen Eck vorbei. „Wer zum Bundesligaauftakt in Führung geht ist natürlich klar im Vorteil. Wenn Vargas das 1:0 für uns macht, läuft das Spiel ganz anders“, so Weinzierl später. So aber blieb es zunächst beim 0:0.
In der Folge wurde das Spiel ruppiger und die Zweikämpfe wurden von beiden Seiten intensiv geführt. Nachdem Robert Gumny in der 32. Minute die erste richtige Hoffenheimer Torchance noch verhindern konnte, sah die FCA-Hintermannschaft fünf Minuten später gar nicht gut aus: Iago scheute auf der rechten Seite den Zweikampf mit Kramaric und am zweiten Pfosten verliert Gumny das Duell mit Jacob Bruun Larsen.
Dessen Kopfball bereitete Rafal Gikiewicz im Augsburger Kasten ungewohnte Probleme. Die Folge: 1:0 für Hoffe. „Wir haben es Hoffenheim zu einfach gemacht, nach einem Einwurf dürfen wir ein solches Gegentor nicht bekommen“, zeigte sich Gouweleeuw nach der Partie selbstkritisch.
In der zweiten Hälfte startete der FCA etwas besser. Augsburg war anzumerken, dass die Mannschaft alles versuchte, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. In der 64. Minute brachte Weinzierl mit Michael Gregoritsch zwar neue Offensivpower, doch auch der Österreicher konnte das Angriffsspiel nicht wirklich beleben. Stattdessen erhöhte Hoffenheim auf der anderen Seite nach einer schönen Kombination auf 2:0 durch Sargis Adamyan (78.) – die Vorentscheidung.
Weil Georginio Rutter (87.) und Sebastion Rudy (90.+5) sogar noch auf 4:0 für Hoffenheim erhöhten, fällt das Ergebnis am Ende zwar etwas zu deutlich aus. Trotzdem bleibt nach diesem verkorksten Saisonauftakt für den FCA die Erkenntnis, dass es in den kommenden Spielen eigentlich nur besser werden kann.