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Studis wollen Platz für anonymen Uni-Sex – Bald „Gloryholes“ an der Uni Augsburg?

Stunning young woman sitting on bricked wall. Outdoor shot of adorable girl in sunglasses posing on urban background. Freepik

Ein Universitäts-Campus ist nicht nur ein Ort zum Lernen. Studenten können hier ihre Freizeit verbringen, lernen, gemeinsam Projekte vorbereiten und die ein oder andere Party feiern. Jetzt fordern einige Augsburger Studenten eine ganz besondere Möglichkeit der Entspannung auf dem Campus: Gloryholes – ein Loch in einer Wand, durch welches anonymer Sexualkontakt möglich ist.

Kein gewöhnlicher Antrag, den die Studenten – einige davon sind im Queer-Referat der Universität tätig – da gestellt haben. Trotzdem bildet er einen der Punkte der ersten ordentlichen Sitzung des Studentischen Konvents in diesem Semester. Gefordert werden insgesamt drei Gloryholes im Hörsaalzentrum gegenüber dem Eingang, aktuell sind an diesem Ort lediglich die Informationstafeln vorzufinden.

Gloryholes an der Uni wurden zehnmal auf der AStA-Wünschewand gefordert

Der Antrag kommt laut Formular nicht unbegründet. „Auf dem Modularfestival wurde sich an der Wünschewand des AStA zehnmal Gloryholes im Hörsaalzentrum der Uni gewünscht. Dieser Wunsch wurde am häufigsten (!) gelistet. Somit sehen wir es als Imperativ, diesen Wunsch in der Studierendenvertretung zu beschließen“, schreiben die Studenten in ihrem öffentlichen Antrag. Generell trage die Installation einer solchen Vorrichtung zur Diversifizierung am Campus bei und sorge für Ausgleich zwischen dem Lernstress. „Außerdem kann Sex eine entspannte Tätigkeit sein, was im oft anstrengenden Universitätsalltag sehr sinnvoll sein kann. Die damit verbundene Stressreduktion würde für eine positivere Arbeitsatmosphäre am Campus sorgen.“

Die Studenten sehen zudem noch einen weiteren positiven Aspekt der Gloryholes: „Zusätzlich würden fremde Menschen zusammenkommen, um einen gemeinsamen Erlebnis- und Lebensraum zu schaffen und sich auf einer der dem Alltag fernen Ebene verbinden. Diese Form der Verbindung kann zu einem besseren Verständnis verschiedener Körper(lichkeiten) sorgen und auch empowernd (selbstermächtigend) wirken, in dem der eigene Körper nicht nur als Grenz-, sondern auch als Möglichkeitenraum erlebt werden kann.“

Die Reinigung der Gloryholes solle das Gebäudemanagement übernehmen, die Errichtung die Abteilung Raum und Bau. Zusätzlich sollen Kondome, Desinfektionsmittel und andere ‚Hilfsmittel‘ bereitgestellt werden.

Ob dieser Antrag im Endeffekt verwirklicht werden kann, bleibt abzuwarten. Debattiert wird am Mittwoch, 25. Oktober. Weitere Themen neben öffentlichen Gloryholes: Ein mögliches Denkmal für die kürzlich verstorbene CampusCat und Forderungen für einen Tarifvertrag für die studentischen Hilfskräfte.

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