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Dienstag, 14. April 2026

Hauptsache Tor – Top-Torjäger na ja: der FC Augsburg trifft im Kollektiv

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Muss man einen Top-Torjäger in der Mannschaft haben, um im Fußball erfolgreich zu sein? Ja klar, wird nahezu jeder Experte, jeder Fan, aufmerken und an Spitzen-Kicker vom Schlage eines Kylian Mbappe, Mohammed Sala oder Erling Haaland verweisen. Mit solchen Leuten MUSS man einfach die Champions-League und andere Titel gewinnen.

Auch in der Bundesliga wird man eher selten deutscher Meister, wenn man nicht auch den besten Torjäger in seinen Reihen hat, wie die Beispiele von Gerd Müller über Robert Lewandowski und Harry Kane beim FC Bayern zeigen. ABER: Es geht auch anders. Denn nirgends in der aktuellen Bundesliga-Spielzeit ist weniger Torjäger als beim FC Augsburg. Dennoch ist der FCA auch im 15. Jahr seiner Ligenzugehörigkeit absolut konkurrenzfähig. Fünf Tore (in 29 Spielen) – das bedeutet beim FC Augsburg schon „Torschützenkönig“. Eine Position, die sich Alexis Claude Maurice (in 25 Spielen) beim 2:2 gegen Hoffenheim erobert hat. Rechnerisch wäre Michael Gregortisch ihm voraus bei vier Torerfolgen in erst 13 Spielen für den FCA.

Das Freitagabend-Spiel gegen Hoffenheim ist für die FCA-Offensive im Prinzip gut gelaufen. Mit Claude-Maurice und Gregoritsch trafen zwei derjenigen Kicker ins Tor, die dafür vorgesehen sind. Der Wermutstropfen: Claude-Maurice hätte auch noch Treffer Nummer 7 nachlegen können. Der Elfmeter in der 85. Minute stellte für Nationalkeeper Oliver Baumann im Hoffenheimer Tor keine große Herausforderung dar. So hoch hatte der FCA-Stürmer die Flugkurve angesetzt, dass der Ball ein gutes Stück über den Kasten geriet. Umso ärgerlicher, hätte der FCA doch mit dem 3:2 gute Aussichten gehabt, schon im Hoffenheim-Spiel die 35-Punkte-Marke, von Trainer Manuel Baum als nächstes Nahziel ausgegeben, erreicht gehabt.

FC Augsburg: die Verteilung der Tore muss stimmen

Mancher der Vereine, die in diesen Tagen mit dem FC Augsburg (fast) auf Augenhöhe stehen, haben da (noch) ganz andere Kaliber in ihren Reihen. Schauen wir nach Köln, wo die Geißböcke „ihren“ Said El Mala wie einen Schatz hüten. Elf Mal hat El Mala bislang für seine Farben getroffen und wer weiß, wo der Aufsteiger ohne diese Tore stünde. Ebenfalls elf Treffer auf seinem Konto aufzuweisen hat bei Borussia Mönchengladbachs Haris Tabakovic, der in dieser Spielzeit annähernd jeden dritten Treffer für seine Farben besorgte.

Was Experten aber auch wissen: die Verteilung der Tore muss stimmen. Was hilft Dir ein Hattrick (drei Treffer in Reihe einer Halbzeit), wenn das Spiel am Ende mit 3:4 verloren geht? Da sind drei 1:0-Siege am Ende deutlich erträglicher.

Auf der anderen Seite haben sich beim FCA in dieser Spielzeit bereits 17 Spieler in die Torschützenliste eigentragen, ein beachtlicher Wert. Bei manchem direkten Konkurrenten waren gerade mal ein Dutzend Akteure fürs Toreschießen zuständig. Das zeigt, dass beim FCA von allen Seiten Gefahr fürs gegnerische Tor droht, dass selbst ein „Vierer“ (Rückennummer von Han-Noah Massengo) weiß, wo der gegnerische Kasten steht.

Nächster Einsatz für die Tor-Produzenten aus Augsburg: Das Spiel gegen Leverkusen (Samstag, 18. April 15.30 Uhr). In der Hinrunde war der Augsburger 2:0-Sieg der erste Einsatz für Trainer Baum auf der Bank nach dem Abgang von Sandro Wagner. Die beiden Tore schossen am Nikolaustag übrigens Dimitris Giannoulis und Anton Kade. Zwei der 17 Torjäger der Fuggerstädter.

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