Wasserschaden im Schwimmbad: Was grotesk klingen mag, ist doch bittere Realität: Das Erlebnisbad Titania Therme in Neusäß muss auf absehbare Zeit seine Pforten schließen – wegen eines massiven Wasserschadens.
Vier Wochen war das Titania zuletzt planmäßig geschlossen gewesen, um Revisions- und Reparaturarbeiten erledigen zu können. Alle 14 Becken des Bades waren dafür zunächst abgelassen und letztlich wieder befüllt worden. Planmäßig wurden die Arbeiten abgeschlossen, sodass am vergangenen Wochenende wieder eröffnet werden sollte. Aber dann: Anwohner beobachteten, wie am Abend von Donnerstag auf Freitag die Feuerwehr an dem Bad vorfuhr. Offensichtlich wurden größere Mengen Wasser aus tieferliegenden Räumen abgepumpt.
Dann die Mitteilung der Betreiber: „Liebe Gäste, leider hat uns in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein schwerer Wasserschaden ereilt. Die Technik wurde dabei so stark beschädigt, dass ein Betrieb der Anlage bis auf weiteres nicht möglich ist. Momentan versuchen wir weiteren Schaden an Technik und Gebäude zu vermeiden, indem wir die Anlage soweit wie möglich herunterfahren. Wir bedauern dies sehr und arbeiten mit Hochdruck an einer Klärung. Momentan ist noch nicht abschätzbar, wie lange die Schließung dauern wird. Über die aktuelle Entwicklung informieren wir auf unserer Homepage und den Social Media Kanälen.“
Titania Therme Neusäß: „Aktuell stehen weder Strom noch Wasser zur Verfügung“
Nach einem ersten Überblick übers Wochenende wurde jetzt aus dem Neusässer Rathaus erklärt: „Nach dem plötzlich entstandenen Wasserschaden vom Wochenende im Titania laufen derzeit die Schadensaufnahme und die ersten Maßnahmen zur Klärung des weiteren Vorgehens auf Hochtouren.“
Am Freitag sei das Wasser im Keller in den Technikbereichen etwa 70 bis 80 Zentimeter hoch gestanden. Dadurch seien wesentliche technische Anlagen sowie die Elektrik erheblich beschädigt worden und hätten sich automatisch abgeschaltet. „Aktuell stehen weder Strom noch Wasser zur Verfügung.“
Nach wie vor verschaffe sich die Betriebsleitung und die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Fachfirmen vor Ort ein aktuelles Bild der Lage. Nach Abschluss der Schadensermittlung könnten die erforderlichen Schritte sowie der Zeitplan für die Instandsetzung sukzessive geplant werden. Aussagen über die Dauer der Schließung seien derzeit daher noch nicht möglich. Parallel dazu liefen die Abstimmungen mit den Versicherungen.
Neusäß‘ Bürgermeister Richard Greiner betont: „Die Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeitenden hat oberste Priorität. Deshalb werden wir die Anlage erst dann wieder in Betrieb nehmen, wenn alle technischen Systeme umfassend geprüft und ein sicherer Betrieb gewährleistet ist. Wir wissen, dass die erneute Schließung für viele Badegäste sehr bedauerlich, aber unvermeidlich ist.“
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