Der 21-jährige Azubi Daniel Lütke-Wissing über sein „zweites Leben“ als Nachwuchs-Zauberer der Herzen.

Eigentlich sollte ein Interview-Termin ja Antworten bringen. Das Gespräch mit Daniel Lütke-Wissing hinterließ aber eher Fragezeichen bei der Autorin dieser Story. „Selbst die Verwirrung ist verwirrt“, sagt der 21-jährige Magier selbst. Der Hochzoller ist Zauberer, seit sieben Jahren begeistert er bereits sein Publikum mit cleveren Tricks. Im Gespräch mit dem AJ lüftet er zwar nicht das Geheimnis hinter seinen Tricks mit Karten, Gummibändern und Co. – das ist „Zauberer-Kodex!“ Aber der Nachwuchs-Magier lässt sich zumindest spannende Details über sein „magic life“ in Augsburg entlocken – und wie er zum ungewöhnlichen Hobby kam.

„Zauberei kommt immer und überall gut an“, weiß Lütke-Wissing. Hilfreich dabei sein humorvolles und selbstbewusstes Auftreten. „Bühnenarbeit ist nicht so mein Ding, ich treffe mein Publikum lieber persönlich. Am liebsten Gruppen um die fünf Personen, auf die ich dann einfach zugehe“, so der „Little Lord of Magic“. „Die Personen können so die Karten anfassen und mitmachen“, erzählt Lütke-Wissing. „Darin steckt die Magie!“

Daniel Lütke-Wissing: Auftritte als Zauberer bei Firmenfeiern, sozialen Events oder spontan

Auftritte hat der Augsburger an den verschiedensten Orten. Firmenfeiern, soziale Events oder einfach auch mal spontan in einer Bar. „Selbst im Bierzelt klappt’s“, weiß er aus Erfahrung.

Angefangen hat alles mit einem Kartentrick, den er zum Zeitvertreib mithilfe von Youtube gelernt hat. Mittlerweile ist er sich aber bewusst, dass er mit seiner Arbeit eine ganz besondere Verantwortung trägt. „Wir Zauberer bringen ein paar Minuten Glück.“ So erinnert er sich an einen ganz besonderen Moment bei einer Veranstaltung des Stadtjugendrings. Dort zauberte er für eine Mutter und deren schwerstbehinderte Tochter. Als das Mädchen auf die Tricks nach langer Zeit das erste Mal wieder mit einem angedeuteten Lächeln reagierte, brach die Mutter in Tränen aus. „Das sind die Momente, in welchen einem die Verantwortung klar wird, die man mit der Zauberei trägt.“ Solch soziale Veranstaltungen macht der junge Magier im Übrigen für weniger Geld als sein reguläres Honorar. Und auch wenn er gut ausgebucht ist, hauptberuflich zaubern möchte Lütke-Wissing dann doch nicht. „Ich möchte es weiterhin machen dürfen“, sagt er, das möchte er sich nicht mit einer Verpflichtung kaputt machen. Aber auch während seiner kaufmännischen Ausbildung bei Mercedes-Benz bleibt ab und an Zeit, die Kunden ein wenig zu verzaubern.

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