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Sonntag, 03. Mai 2026

„ZIT“ am Uniklinikum: Beste Versorgung für schwer erkrankte Menschen

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Herzinfarkt, Schlaganfall, Organversagen, Blutvergiftung – wenn Menschen kritisch erkrankt oder schwer verletzt sind, ist die Intensiv
medizin gefragt. Intensivmedizin bedeutet hochspezialisierte Teams, modernste Technik zur Lebenserhaltung und kontinuierliches Monitoring, denn die Schwächsten brauchen die meiste Unterstützung. All dies steht im kürzlich feierlich eingeweihten Zentrum für Intensivtherapie – kurz ZIT genannt – am Universitätsklinikum Augsburg unter einem Dach zur Verfügung.

Kurze Wege, optimierte Abläufe und eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das ZIT ist ein sechsstöckiger Neubau mit einer Bruttogeschossfläche von rund 30.000 Quadratmetern und einer Nutzfläche von 12.900 Quadratmetern. Mit seiner Dimension entspricht das Gebäude in etwa der Größe eines Kreiskrankenhauses und stellt zugleich die größte Einzelbaumaßnahme des Universitätsklinikums dar. Bis zu 135 Intensiv- und Intermediate-Care-Betten stehen im ZIT zur Verfügung. Ergänzt wird der stationäre Bereich durch eine leistungsfähige ambulante Infrastruktur, unter anderem mit 41 Therapieplätzen in der Interdisziplinären Systemtherapie-Einheit (ISE). Die räumliche Nähe zum Zentralgebäude des UKA ermöglicht kurze Wege, optimierte Abläufe und eine noch engere interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Diagnostik, intensivmedizinische Behandlung sowie ambulante und therapeutische Angebote sind nach Ebenen strukturiert und funktional eng miteinander verzahnt. Dadurch werden die hochkomplexe medizinische Versorgung in einer integrierten räumlichen Umgebung ermöglicht und die interdisziplinäre Zusammenarbeit nachhaltig gestärkt.

„ZIT“ am Uniklinikum – Komplexe ambulante Infusions- und Systemtherapien fachübergreifend

Das Erdgeschoss bildet die Schnittstelle zwischen stationärer Hochleistungsmedizin und spezialisierten ambulanten Angeboten. Hier befindet sich die ISE, in der onkologische und chronisch kranke Patientinnen und Patienten mit Infusions- und Injektionstherapien versorgt werden. Zudem sind hier die Schmerz-Tagesklinik, die Schmerzambulanz sowie die Bereiche der Physio- und Ergotherapie verortet. In diesem Bereich werden komplexe ambulante Infusions- und Systemtherapien fachübergreifend durchgeführt und durch therapeutische Angebote ergänzt.

Konstante Überwachung in kritischen Situationen und nach komplexen Eingriffen

Das 1. Obergeschoss ist der konservativen Intensivmedizin gewidmet. Hier werden Patientinnen und Patienten mit komplexen internistischen und konservativen Krankheitsbildern intensivmedizinisch betreut. Eine Intermediate Care Station (IMC) und eine Überwachungseinheit (TAVI) stellen eine konstante Überwachung in kritischeren Situationen oder nach bestimmten Eingriffen sicher, ohne dass eine klassische intensivmedizinische Betreuung erforderlich ist. Die unmittelbare Nähe zu den weiteren Intensivbereichen schafft die Voraussetzung für flexible Versorgungsübergänge und eine enge fachübergreifende Betreuung.

„ZIT“ am Uniklinikum – Kurze Entscheidungswege zwischen beteiligten Fachdisziplinen

Im 3. Obergeschoss sind die zentralen intensivmedizinischen Bereiche des Hauses gebündelt. Hier befinden sich sowohl die operative Intensivmedizin als auch die erstmalig am Standort etablierte Neurologische Intensivstation und die erweiterte Stroke Unit. Diese räumliche Zusammenführung erlaubt eine hochspezialisierte Versorgung schwerstkranker Patientinnen und Patienten – insbesondere nach großen operativen Eingriffen sowie bei neurologischen Notfällen und akuten Schlaganfällen – und fördert zudem kurze Entscheidungswege zwischen den beteiligten Fachdisziplinen.

Im Fokus: Schlaganfall- und neurologische Intensivversorgung

Ein besonderer medizinischer Fortschritt für die Region ist die Kombination aus erweiterter Stroke Unit und neu eingerichteter Neurologischer Intensivstation. In der Stroke Unit werden Patientinnen und Patienten mit akutem Schlaganfall rund um die Uhr nach höchsten medizinischen Standards versorgt. Standardisierte Abläufe, modernste Diagnostik sowie die enge Zusammenarbeit von Neurologie, Intensivmedizin, Pflege und angrenzenden Fachbereichen ermöglichen eine schnelle, hochqualitative Behandlung in einem Zeitfenster, in dem jede Minute zählt.

Die neue Neurologische Intensivstation schafft darüber hinaus am Standort Augsburg erstmals die Möglichkeit, schwerste neurologische Krankheitsbilder – etwa große Hirninfarkte, Hirnblutungen, schwere epileptische Anfälle oder komplexe neuroimmunologische Erkrankungen – unter intensivmedizinischen Bedingungen gezielt zu behandeln.

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