PSD Bank München – Palus schaut aufs Geld
PSD Bank München – Palus schaut aufs Geld

Palus schaut aufs Geld und wir schauen mit. Wie würde Thomas Palus, Vorstand der PSD Bank München mit Sitz in Augsburg, Finanzentscheidungen treffen, wenn es sein Geld wäre? Das wollen wir für Sie wissen. Und deswegen beantwortet uns Palus ab sofort in dieser Rubrik Ihre persönlichen Fragen zu Finanzthemen aus seiner ganz persönlichen Sicht. Unter info@augsburgjournal.de können Sie uns Ihre Fragen schicken und wir werden mit Thomas Palus darüber sprechen. Diesmal sprechen wir mit unserem Lieblings-Finanzexperten über den Blick auf die eigenen Finanzen im Jahr 2026.

AUGSBURG JOURNAL:  Thomas, Jahresanfang heißt für viele: gute Vorsätze, neue Routinen, ein bisschen Aufbruchsstimmung. Warum lohnt es sich gerade jetzt, auch die eigenen Finanzen genauer unter die Lupe zu nehmen?

Thomas Palus: Weil der Jahreswechsel oft einer der wenigen Momente ist, in denen wir bewusst innehalten. Der Alltag läuft kurz langsamer, man blickt zurück und automatisch auch nach vorn. Genau das ist der richtige Zeitpunkt, um sich ehrlich zu fragen: Wo stehe ich finanziell? Was kommt monatlich rein, was geht raus – und passt das eigentlich noch zu meinem Leben? Wer sich jetzt ein paar Stunden Zeit nimmt, verschafft sich nicht nur Überblick, sondern vor allem Sicherheit. Und die trägt oft weiter, als man denkt – durch das ganze Jahr.

AJ: Was bringt ein Budget ganz konkret?

TP: Vor allem Ruhe im Kopf. Ein Budget schafft Klarheit, weil man schwarz auf weiß sieht, wofür das eigene Geld vorgesehen ist – und wofür eben nicht. Engpässe kündigen sich frühzeitig an, Überschüsse lassen sich bewusst einsetzen. Dieses Wissen nimmt Druck aus dem Alltag und sorgt dafür, dass finanzielle Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus getroffen werden müssen.

AJ: Für wen ist ein Budget besonders sinnvoll?

TP: Grundsätzlich für jeden, unabhängig von Einkommen oder Lebensphase. Viele verbinden Budgetplanung mit Verzicht oder finanziellen Engpässen, dabei geht es in erster Linie um Überblick und Selbstbestimmung. Gerade Menschen mit regelmäßigem Einkommen profitieren davon, weil sie aktiv steuern können, wofür ihr Geld arbeitet. Ein Budget schafft Transparenz, macht Prioritäten sichtbar und hilft, finanzielle Entscheidungen bewusster zu treffen – sei es beim Sparen, beim Konsum oder bei größeren Zukunftsplänen.

AJ: Wie startet man am besten?

TP: Der erste Schritt sind immer die Einnahmen. Also nicht nur das monatliche Gehalt, sondern auch Kindergeld, Nebenverdienste oder Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Danach folgt der ehrlichere, oft unbequemere Teil: der Blick auf die Ausgaben. Neben Fixkosten wie Miete, Versicherungen oder Strom sollte man auch unregelmäßige Posten einplanen – Urlaube, Reparaturen, Geburtstage oder größere Anschaffungen. Gerade diese Punkte werden sonst gerne unterschätzt.

AJ: Gibt es da eine einfache Faustregel?

TP: Ja, die sogenannte 50-30-20-Regel ist ein guter Einstieg. Rund 50 Prozent des Einkommens für laufende Lebenshaltungskosten, 30 Prozent für Wünsche und Freizeit, 20 Prozent fürs Sparen. Das ist kein starres Gesetz, sondern eine Orientierung. Entscheidend ist, dass die eigene Verteilung realistisch bleibt und zur persönlichen Lebenssituation passt.

AJ: Und wenn am Ende kaum Spielraum bleibt?

TP: Dann zeigt der Plan erst recht seinen Wert. Ein Budget macht sichtbar, was aktuell möglich ist – und was vielleicht noch warten muss. Gute Monate können schlechtere ausgleichen, und manchmal reicht schon ein kleines finanzielles Polster, um deutlich entspannter zu sein. Es geht nicht darum, sich einzuschränken, sondern Prioritäten bewusst zu setzen.

AJ: Noch ein Tipp zum Abschluss?

TP: Sich einmal aufzuraffen, lohnt sich fast immer. Ein Finanzplan bringt Struktur, Sicherheit und ein gutes Gefühl. Und das Wichtigste: Er ist kein starres Konstrukt. Man kann ihn jederzeit anpassen, denn das Leben hält sich bekanntlich selten an feste Pläne.

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