Letztes Heimspiel der Saison und der FC Augsburg empfing, unterstützt von seinen Fans, unter dem Motto „Alle in Weiß“, Borussia Mönchengladbach. Um die minimalen Restchancen auf Europa am Leben zu halten, benötigte die Mannschaft von Manuel Baum den nächsten Sieg – und dieser gelang! Vier Dinge, die beim Spiel besonders aufgefallen sind.

1. Kömür zurück in der Startelf

Eine Devise des FC Augsburg, die in dieser Saison verstärkt zum Tragen kommt, ist der Einsatz der eigenen Talente. Damit sind zumeist Mert Kömür und Noahkai Banks gemeint. Nach wochenlanger Nichtberücksichtigung kehrte gegen Gladbach immerhin Kömür zurück in die Startformation. Baum sprach in den vergangenen Wochen davon, es gehe für die jungen Spieler darum, sich jede Woche mit Leistung im Training zu empfehlen. Dies gelang dem 20-Jährigen offenbar in dieser Woche, denn er verdrängte Alexis Claude-Maurice auf die Bank. Ebenfalls in die erste Elf rückte auch mal wieder Marius Wolf. Dafür nahm zunächst Robin Fellhauer auf der Ersatzbank Platz, konnte es sich dort aber nicht allzu gemütlich machen, denn in der 14. Minute kam er für den angeschlagenen Dimitrios Giannoulis aufs Feld.

2. Augsburg kontert Gladbach eiskalt aus

Am Tag vor dem Spiel jährte sich das Augsburger Aufstiegsspiel zum 15. Mal. Seitdem spielen die Fuggerstädter ununterbrochen in der ersten Liga und werden das auch in der kommenden Saison wieder tun. Als wären sie davon noch euphorisiert, spielte der FCA auch gegen Borussia Mönchengladbach auf. In der ersten Hälfte überließ man den Gästen zwar vermehrt den Ball, bewies sich im eigenen Ballbesitz aber eiskalt. Da die Mannschaft von Eugen Polanski mit der Kugel kaum etwas anfangen wusste, ergaben sich für die Gastgeber immer wieder Umschaltsituationen, die man dreimal mit guten Aktionen in ein Tor verwandeln konnte. Zuerst traf Michael Gregoritsch in der 24. Minute zum 1:0 auf Vorlage von Robin Fellhauer, dann sah es nur wenige Minuten später so aus, als würde der Österreicher den schnellen Doppelpack schnüren. Doch aufgrund einer hauchzarten Abseitsposition zählte das vermeintliche 2:0 nicht. Dies fiel nach einem weiteren mustergültigen Konter dann aber in der 42. Minute, als Fellhauer, auf links durchlief, von Kömür perfekt bedient wurde und an Moritz Nicolas vorbei sein 3. Saisontor erzielte.

3. Wohl dem, der Massengo und Claude-Maurice von der Bank bringen kann

Eigentlich sind Alexis Claude-Maurice sowie Han-Noah Massengo beim FCA absolut gesetzt. Gegen Gladbach erzielten die Augsburger auch ohne ihre beiden französischen Ausnahmekönner in der ersten Hälfte eine souveräne 2:0‑Führung. Als die Gäste in den zweiten 45 Minuten immer stärker wurden, brachte Baum in der 62. Minute zuerst Massengo und Yannic Keitel, ehe in der 79. Minute auch Claude-Maurice zu seinem wahrscheinlich letzten Spiel vor Augsburger Kulisse kam – der 27‑Jährige gilt als Haupt-Abgabekandidat im Sommer.

4. Hinrunden-Schmach vergessen gemacht und Tor nach Europa aufgestoßen

Zum Ende der Hinrunde verlor der FC Augsburg bei Borussia Mönchengladbach trotz ähnlicher Kräfteverhältnisse mit 4:0. In der Rückrunde machte der FCA mit dem 3:1-Sieg diese Schmach mehr als wett. Insgesamt hatten die Gastgeber das Spiel komplett im Griff und holten die überaus verdienten drei Punkte. Zum einen dank Doppelpacker Michael Gregoritsch, zum anderen dank dem doppelten Vorlagengeber Mert Kömür. Mit nun 43 Punkten liegt der FCA stand Samstagabend einen Zähler hinter Freiburg und punktgleich mit Eintracht Frankfurt. Theoretisch ist Platz 7 also noch in Reichweite und vielleicht auch praktisch, je nachdem, was Freiburg am morgigen Sonntag beim HSV zustande bringt. Ein Platz in der oberen Tabellenhälfte ist den Augsburgern wohl nicht mehr zu nehmen.

Durch den Sieg gegen Gladbach liegt der FCA in der Rückrundentabelle aktuell sogar auf Platz fünf, und präsentierte sich unter Manuel Baum auf jeden Fall europatauglich. Ob es wirklich noch für die Teilnahme an der Conference League in der kommenden Saison reichen kann, entscheidet sich entweder am Sonntag oder in der Mega-Konferenz nächsten Samstag, wenn der letzte Spieltag der Saison 2025/26 ansteht.

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