Mit dem Sieg beim Race Across Germany hat Sebastian Mayr aus Bonstetten eine Erfolgsserie im Ultracycling komplettiert. Dem 44-Jährigen gelang es, nacheinander die Weltmeisterschaft, die Europameisterschaft und die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen.
Mit dem Gewinn des Race Across Germany 2026 hat Sebastian Mayr aus Bonstetten (Landkreis Augsburg) einen historischen Erfolg im deutschen Ultracycling erzielt. Dem Fahrer gelang es, in drei aufeinanderfolgenden Rennen den Weltmeistertitel im 24-Stunden-Zeitfahren, den Europameistertitel sowie den Deutschen Meistertitel im Ultracycling zu erringen.
Drei Titel und zwei Streckenrekorde
Die Serie begann im Oktober 2025 mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft im 24-Stunden-Zeitfahren in Borrego Springs (Kalifornien, USA). Vor dem Race Across Germany folgte der Titel bei der Europameisterschaft im Ultracycling im Rahmen des Rennens „Rund um Sachsen 2026“ – verbunden mit einem neuen Streckenrekord.
Mit dem ersten Platz beim Race Across Germany, der Deutschen Meisterschaft im Ultracycling (Supported), sicherte sich der 44-Jährige nun den dritten Titel.
Die Titel von Sebastian Mayr in der Übersicht:
- Weltmeister im 24-Stunden-Zeitfahren (2025, Borrego Springs)
- Europameister im Ultracycling (2026, Rund um Sachsen – inklusive Streckenrekord)
- Deutscher Meister im Ultracycling (2026, Race Across Germany – inklusive Streckenrekord)
Rekordzeit von Flensburg nach Garmisch-Partenkirchen
Auf den 1.128 Kilometern von Flensburg nach Garmisch-Partenkirchen benötigte Mayr 35 Stunden und 44 Minuten. Damit verbesserte er den bisherigen Streckenrekord um mehr als 40 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit über die gesamte Distanz lag bei 32,7 km/h.
Rennverlauf und Betreuung
Hinter der sportlichen Leistung steht eine logistische Teamarbeit. Beim Start am 3. Juli erschwerten Seitenwinde mit Böen von bis zu 70 km/h das Fahren auf dem Zeitfahrrad. Nach 80 Kilometern musste zudem aufgrund eines Reifenschadens das vordere Laufrad gewechselt werden. Durch das eingespielte Team blieb der Zeitverlust gering.
Die neunköpfige Crew war auf drei Betreuerfahrzeuge und ein Medienfahrzeug verteilt. Während der Windphasen passte das Team die Verpflegungsstrategie an und reichte Nahrung an Ampelstopps an. Den flachen Streckenabschnitt im Norden (die ersten 250 Kilometer) absolvierte Mayr trotz des regulären Straßenverkehrs mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 39 km/h.
Nachttemperaturen und Heimvorteil
In der Nacht sanken die Temperaturen auf fünf Grad Celsius. Bis auf das Ausweichen vor einem Fuchs verlief die Fahrt fehlerfrei. Im finalen Abschnitt des Rennens wurde der Fahrer in Donauwörth sowie im Landkreis Augsburg von Zuschauern an der Strecke unterstützt, bevor er das Ziel in Garmisch-Partenkirchen erreichte.
Nächste Station: Weltmeisterschaft in Österreich
Mitte August folgt für Mayr mit dem Race Around Austria Extreme die nächste Herausforderung, die in diesem Jahr als Ultracycling-Weltmeisterschaft gewertet wird. Die Strecke führt über rund 2.200 Kilometer und 30.000 Höhenmeter entlang der Grenzen Österreichs.
Der Athlet schätzt die Ausgangslage nach den zurückliegenden Anstrengungen realistisch ein:
„Die beiden Rennen waren kurz nacheinander und haben Kraft und Energie gekostet – aber mal schauen, was noch im August im Tank ist.“
Langfristig plant der Sportler aus Bonstetten eine Teilnahme am Race Across America (RAAM) 2027.
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