Start News Die Augsburger Kanuten live erleben: Das sagen sie vor den Wettkämpfen

Die Augsburger Kanuten live erleben: Das sagen sie vor den Wettkämpfen

Sideris Tasiadis, Ricarda Funk, Elena Lilik: Fast keinen Spitzensportlern kommt man so nah wie den Kanuten am Augsburger Eiskanal. Auch am kommenden Wochenende: Am 29. Und 30. April steht die DKV Qualifikation im Kanuslalom an, am 1. Mai wird der Eiskanal in Augsburg Schauplatz der Deutschen Meisterschaft im Kayak Cross.

Die besondere Kanuslalom-Disziplin gehört inzwischen fest zu Weltmeisterschaften und ist 2024 in Paris erstmals olympisch. Vier Kanuten starten gleichzeitig von einer Rampe ins Wildwasser, an den Toren und Engstellen gibt es oft heftiges Gerangel.

Der Eintritt für die Wettkämpfe ist frei (Hier können Sie nachlesen, wie die Kanu-Stars sich beim ersten Wochenende der Kanuslalom-Qualifikation in Markkleeberg geschlagen haben).

Für den Cheftrainer Kanuslalom DKV Klaus Pohlen ist es nicht einfach nur irgendein Wettkampf: „Das sind für diese Saison für alle U-Mannschaften, U18, U23 und die Nationalmannschaft die entscheidenden Sichtungsrennen. Und wir hatten die ersten beiden Rennen in Markkleeberg und haben nochmal zwei hier. Die entscheiden auch über die Weltmeisterschaft in London. Und die Weltmeisterschaft kann schon Einfluss auf die Olympia-Qualifikation in Paris haben“, sagte er bei der Pressekonferenz.

„Im Großen und Ganzen sind die Etablierten vorne“, so Pohlen. Der Einzige, der sich noch nicht sicher sein könne, sei Hannes Aigner. Als Verband sie man aber auch froh, wenn die Jungen nachrückten: „Wir müssen nicht in den vierten Olympia-Zyklus mit den gleichen Leuten gehen.“ Allerdings müssten sie noch abwarten, wieviel die Ergebnisse international wert seien. „Auf der anderen Seite ist es immer gut, so einen Erfahrenen wie Hannes Aigner im Team zu haben bei der Weltmeisterschaft, wenn’s um die Quotenplätze für Olympia für alle geht. Das ist ein lachendes und ein weinendes Auge. Ich würd‘s dem Hannes schon gönnen.“

Die Kanuten freuen sich auf die Wettkämpfe (von links): Elena Lilik, Emily Apel, Sideris Tasiadis, Noah Hegge, Ricarda Funk und Hannes Aigner.

Bei den Frauen stelle sich für Pohlen nur die Frage nach dem dritten Platz. „Ricarda und Elena teilen sich den ersten und zweiten Platz untereinander auf.“ Ihm wäre recht, wenn eine Jüngere den dritten Platz belege. Die Entscheidung darüber sei noch am spannendsten. Aber auch sonst können sich die Zuschauer auf spannende Wettkämpf freuen.

Die Kanuten jedenfalls sind heiß auf die anstehenden Wettkämpfe. Olympiasiegerin und Weltmeisterin Ricarda Funk, die bereits seit zehn Jahren Höchstleistungen erbringt, ist immer noch motiviert: „Ich hab einfach Bock auf den Sport und an mir zu arbeiten“, sagte die Spitzenkanutin im Vorfeld der Wettkämpfe.

Hannes Aigner hatte in der Vergangenheit mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Deshalb sei zwar der Übergang vom Winter mit den langsamen zum Frühling mit schnellen Bewegungen im Training ruppig gewesen, weil er weniger trainieren habe können. Außerdem wurde Aigner nochmal Vater – das sei aber keine Belastung für seinen sportlichen Erfolg, betonte er. Der 34-Jährige hatte extra Wettkämpfe ausgelassen, um bei der Geburt seines zweiten Sohnes dabei sein zu können.

Elena Lilik, die wieder doppelt startet, im Kajak und Kanadier, kann deshalb auch nicht so viel Zeit für Plausch mit den Fans finden: Sie müsse 24/7 mental stark und konzentriert sein. Die Zuschauer können sie dann ja vom Rand aus anfeuern. Ihre Schwester Emily Apel mischt bei den Damen vorn mit, gewann 2021 bereits Team-Bronze bei der U23-WM, bei der U23-EM ein Jahr später Bronze im Kanadier-Einer und Gold im Team. Ihre große Schwester Elena Lilik sagt, sie mache der Erfolg stolz: „Ich weiß ja, wie sie angefangen hat und welche Hürden sie schon überwunden hat.“ Immer, wenn die Schwester in Augsburg im Kanal fahre, sei sie aufgeregt. „Ich fieber da schon mit.“

Nach Markkleeberg nun also Augsburg. Unterscheiden sich die Wettkampfstrecken? Sideris Tasiadis: „Gleich ist die Strecke nicht. Hier muss man vorausschauender fahren und in dem Moment reagieren.“ Noah Hegge freut sich auf die Unterstützung von Augsburger Familie und Freunden: „Bei mir ist mehr los, aber das freut mich eher.“

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