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Nach Beinahe-Abstieg: Wie Maximilian Horber und Christof Kreutzer die Panther auf Kurs bringen wollen

Christof Kreutzer (re.) und Maximlian Horber wollen die Augsburger Panther nach vorne bringen.

An die vergangene Saison möchten sich viele Fans der Augsburger Panther am liebsten nicht zurückerinnern. Das sieht auch der neue Trainer Christof Kreutzer so. Seine Devise ist klar: „Wir wollen die letzte Saison vergessen machen.“

Trotzdem ein kurzer Blick zurück. Bereits mehrere Spieltage vor Saisonende war klar: Der Klassenerhalt aus eigener Kraft ist passé, der Abstieg war für Fans und Verantwortliche zu über 90 Prozent Gewissheit. Zu stark mutete Aufstiegskandidat Kassel aus der DEL 2 an. Doch dank tatkräftiger Mithilfe von Kassel und Bad Nauheim wurde der Abstieg im Nachhinein noch auf der Couch verhindert. Dennoch war klar, so konnte es nicht weitergehen. Ein großer Umbruch musste her und der folgte. Schon bevor die Ligazugehörigkeit feststand.

Maximilian Horber: Wir wollten so früh wie möglich handeln

Hauptverantwortlich dafür zeigte sich der neue sportliche Leiter Christof Kreutzer im Verbund mit Klubchef Lothar Sigl sowie Geschäftsführer Maximilian Horber. „Wir wollten so früh wie möglich handeln auf dem deutschen Markt, um im Falle des Abstiegs eine schlagkräftige DEL2-Mannschaft auf die Beine zu stellen“, erzählt Horber dem AJ-REPORTER von der Zeit kurz nach der abgelaufenen Saison. So verpflichtete der Verein einen Kern junger, deutscher Spieler, die allesamt bereit für beide Ligen gewesen wären. Auch Vereinsikone Simon Sezemsky kehrte nach zwei Jahren an die alte Wirkungsstätte zurück. Zudem hielt man mit Dennis Endras und Markus Keller beide Torhüter im Kader. Das sorgte bei den Fans nicht nur für Beifall, sondern auch für Verwunderung, gerade im Falle Endras. Doch Horber betont: „Endras wäre auch in die zweite Liga mitgegangen.“ Auch die Personalie Drew LeBlanc sei viel diskutiert worden. Nachdem es schwerfiel, den Center von einem Verbleib im Falle des Abstiegs überzeugen zu können, war es an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. „Er konnte verstehen, dass man an der Position auch mal einen Schnitt machen muss“, erklärt Kreutzer die Entscheidung.

Augsburger Panther: Schon sieben Ausländerlizenzen vergeben

Personell hat man auch was die Ausländerlizenzen angeht mittlerweile gut aufgestockt, konnte mit Anrei Hakulinen und Jere Karjalainen sogar zwei Teamkollegen vom finnischen Verein Lukko unter Vertrag nehmen. „Karjalainen wollte ich letztes Jahr schon nach Schwenningen holen, zum Glück hat es nicht geklappt, muss man jetzt sagen“, freut sich Kreutzer.

Zu Beginn der Woche verkündete der Club zudem die Verpflichtung von Luke Esposito, dem Neffen von NHL-Legende Mark Messier, einer weiteren Verstärkung für die Offensive. Das soll es idealerweise aber noch nicht gewesen sein mit den Transferbemühungen der Panther. „Wir werden auf jeden Fall noch einen ausländischen Stürmer hoffentlich bald finden“, gibt sich der Panther-Trainer zuversichtlich.

Christof Kreutzer: Wir müssen versuchen, zu Hause eine Macht zu werden

Das Spielermaterial ist das eine, die Spielphilosophie das andere. Und auch die soll nichts mehr mit den Leistungen der vergangenen Saison zu tun haben. „Ich will, dass wir Leidenschaft aufs Eis bringen, dass wir zweikampfstark und körperlich präsent sind“, fordert Kreutzer und fügt an: „Wir müssen versuchen, zu Hause eine Macht zu werden.“ Das sei auch wichtig, um die Fans wieder mitzunehmen. Zu hoch will er die Erwartungen jedoch nicht hängen: „Wir sollten mit der Einstellung reingehen, eigentlich sind wir der Aufsteiger.“ Für die Umsetzung hat der Coach eine klare Idee, mahnt aber auch zur Geduld.

In Zukunft soll sich der Verein wieder in ruhigere Fahrwasser begeben, idealerweise mit einer stärkeren Kontinuität auf der Trainerposition. Christof Kreutzer hat es selbst mit in der Hand. jok

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