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ROY BLACK starb vor 30 Jahren

• Gala in seiner Heimatstadt Bobingen • Stargast „Anita“ Hegerland
• Nino De Angelo erinnert sich

Ein Erwachsener singt zusammen mit einem Kind – welcher Showstar hat das nicht schon ausprobiert? Unübertrefflich bis heute darin: Das Duett von Roy Black und der kleinen Anita von 1971. „Schön ist es auf der Welt zu sein“, haben die beiden damals fröhlich geträllert – und noch heute kann das Lied jeder, er es erlebt hat, mitsingen. Freudig: 50 Jahre ist das jetzt genau her, welch ein Jubiläum. Traurig daran: Ebenfalls 2021 jährt es sich zum 30. Mal, dass Roy Black gestorben ist.
Immer wieder seit seinem traurigen Ende wird die Tragik im Leben des wohl nach wie vor bekanntesten Augsburger Showstars betont. Lagen seine musikalischen Anfänge doch bei den „Cannons“, die so gar nichts mit Schlager a la „Ganz in Weiß“ oder „Du bist nicht allein“ zu tun hatten. Rock´n Roll war ursprünglich die Musik des jungen Roy Black – der plötzlich zum Inbegriff des Schnulzensängers avancierte. Da passte es ins Bild des unglücklich Erfolgreichen, dass er immer wieder mit (zu viel) Alkohol in Verbindung gebracht wurde, bis hin zu seinem einsamen Tod am 9. Oktober 1991 im Alter von gerade 48 Jahren. Ob es wirklich über drei Promille im Blut des Publikumslieblings gewesen sind, die zu seinem Herzstillstand in einer Fischerhütte geführt hatten? Als ihn der Bruder von Gerd Höllerich, so der bürgerliche Name des gebürtigen Bobingers, dort fand, lebte der Sänger nicht mehr.
Bis heute hat er eine treue Fangemeinde, das Familiengrab erhält immer wieder Besuch. Auch seine Freunde und Musiker-Kollegen von den Cannons halten die Erinnerung an Roy Black aufrecht. Wie schon zu früheren Gedenktagen, so gab es auch heuer eine Roy-Black-Gala. Rund 200 Gäste erlangten Einlass in die ausverkaufte Bobinger Singoldhalle. Höhepunkt des Abends war zweifellos der Auftritt von Anita Hegerland, jener damals zehnjährigen Anita vom Lied „Schön ist es, auf der Welt zu sein“. Sie hatte Unterstützung des Moderatoren und Imitatoren Kay Dörfel. Freilich fehlte auch nicht Günter Ortmann, der Chef der Cannons auf der Bühne.
„Wir kannten und mochten uns“, erinnert sich Hitparaden-Star Nino de Angelo. „Roy war ein lustiger Mensch, hat immer viel gelacht. Roy ist wahrscheinlich daran zerbrochen, dass er dem Schlagerteufel seine Seele verkauft hat.“ Und, so Nino, der jetzt im Allgäu lebt: „ Roy hat sehr spät angefangen, sich zu wehren. Zu spät!“

 

 

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