Im vorletzten Heimspiel der Saison gastierte die Frankfurter Eintracht beim FC Augsburg. Für beide ging es darum, die Chance in den letzten Partien auf Europa zu wahren. Es sollte am Ende nur einem Team gelingen. Mit dem 1:1 Unentschieden sollten die Frankfurter für den FCA kaum noch einzuholen sein. 4 Dinge, die besonders aufgefallen sind.

1. Michael Gregoritsch ist zurück in der Startelf

Nach überwundener Krankheit aus der Vorwoche kehrte naturgemäß Michael Gregoritsch als alleinige Spitze zurück in die Startelf. Ansonsten hielt es Manuel Baum mit dem Motto „Never change a winning team“ und vertraute seinen Akteuren, die den Überraschungserfolg gegen Leverkusen eingetütet hatten. Auch wenn der Erfolg mit einer statistischen Kuriosität zustande gekommen war: Noch nie hatte eine Mannschaft mit 36 eigenen Torschüssen in der Bundesliga seit Beginn der Datenerfassung 2014 nicht gewinnen können oder gar verloren. So gesehen hätte es theoretisch auch Anlass für tiefgreifende Veränderungen gegeben, doch die erste Elf startete druckvoll in die Partie und erwies sich auch defensiv für die Frankfurter als schwer zu knackende (Zirbel-)Nuss.

2. FC Augsburg mit vielen Ballgewinnen im Gegenpressing

Der FC Augsburg dominierte über weite Strecken in der ersten Hälfte das Geschehen und ließ die Gäste nicht wirklich zur Entfaltung kommen. Das gelang immer wieder über vielversprechende Ballgewinne auf Höhe der Mittellinie, entweder durch gutes Nach-hinten-Arbeiten von Alexis Claude-Maurice oder starkes Nach-vorne-verteidigen von Cedric Zesiger, Han-Noah Massengo oder Arthur Chaves. In der Folge gingen die Fuggerstädter aber zu leichtfertig mit ihren daraus entstandenen Chancen um, kamen eher selten zu vielversprechenden Abschlüssen.

3. Anton Kade veredelt den Augsburger Spielansatz

Anders als in der fast kompletten vorangegangenen Halbzeit spielte der FC Augsburg in der 45. Minute einen Konter mal schnell und schnörkellos aus. Ausgangspunkt war der mal wieder stark aufspielende Claude-Maurice, der mit der Hacke perfekt in den Lauf von Dimitrios Giannoulis legte. Der Grieche startete durch und gab mustergültig in die Mitte. Seine Hereingabe legte erst noch Anton Kade artistisch zu Gregoritsch, er bekam die Kugel jedoch nach dem Pfostenschuss des Österreichers direkt wieder und vollendete schließlich per Abstauber zum 1:0 und setzte damit den idealen Schlusspunkt der ersten 45 Minuten.

4. Frankfurt bestraft die Augsburger für unaufmerksamere zweite Hälfte

Gelang es den Hausherren in der ersten Hälfte noch gut, die Offensivbemühungen der Frankfurter in Grenzen zu halten, entwickelte sich in den zweiten 45 Minuten ein offeneres Fußballspiel. Mit Chancen auf beiden Seiten boten die Mannschaften dem neutralen Zuschauer eine ansehnlichere Partie. Manuel Baum dürfte dies an der Seitenlinie weniger gefallen haben. Vor allem, dass seine Elf nach einem gut ausgespielten Konter der Eintracht den Ausgleich durch den zur Halbzeit eingewechselten Ritsu Doan kassierte.

Da in einer spannenden Schlussphase, in der es weitere Hochkaräter auf beiden Seiten gab, kein Team mehr den entscheidenden Nadelstich setzen konnte, blieb es letztendlich beim alles in allem leistungsgerechten 1:1 Unentschieden. Der FCA gab in der ersten Hälfte den Ton an, ehe Frankfurt in Halbzeit zwei deutlich mutiger agierte und durch Doan zum Ausgleich kam. In der kommenden Woche geht es für den FC Augsburg erneut am Samstag um 15:30 Uhr auswärts bei Werder Bremen weiter.

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