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Söders „Synodal-Schwesterchen“

Bayerns Sozialministerin Carolina „Nina“ Trautner ganz privat

Dass „die Chemie stimmt“, zwischen Ministerpräsident Markus Söder und der gebürtigen Augsburger CSU-Politikerin Carolina Trautner (58), ist offensichtlich: Bayerns Staatsregierungschef machte die studierte Apothekerin zur neuen bayerischen Sozialministerin. „Ich hätte nie damit gerechnet, freue mich riesig, habe aber auch Respekt vor der Aufgabe,“ sagte sie – zurecht. Schon bald nach der feierlichen Vereidigung am 6. Februar in München forderte Corona den vollen Einsatz der Ministerin.

Seit 1998 ist Carolina Trautner, die von Familie und Freunden gern „Nina“ genannt wird, CSU-Mitglied. Durch Zufall: „Ich war in Stadtbergen im Elternbeirat des Kindergartens und wir hatten mit der Gemeinde ein Problem. Über diese Diskussion wurde die CSU auf mich aufmerksam und machte mich bald zur Ortsvorsitzenden.“

Nach Kreistags- und Stadtratsengagement in Stadtbergen folgte  2013 der Einzug in den Landtag; „Da habe ich mit der Apotheke endgültig aufgehört“, erinnert sich die zweifache Mutter, deren Kinder, 28 und 30, inzwischen in München leben und „sehr stolz auf die Mama“ sind.

In diese Zeit fällt auch die erste bewusste Begegnung mit Markus Söder. Trautner: „Wir wurden damals beide zu Stellvertretern in der evangelischen Synode berufen. Da hat er mich im Spaß immer als sein „Synodal-Schwesterchen“ bezeichnet. Seitdem pflegen wir guten Kontakt. Ich weiß immer, auch jetzt bei der neuen Aufgabe: Bei Problemen kann ich jederzeit zu ihm kommen.“ Carolina Trautners Ehemann Hans, Internist und Kardiologe in Stadtbergen, freute sich natürlich auch über die Berufung seiner Frau – obwohl, oder gerade weil, sie nicht (entgegen erster Gerüchte) das Gesundheitsministerium bekam. Hans Trautner: „Nicht etwa, weil sie als Gesundheitsministerin, meine oberste Chefin‘ gewesen wäre. Sondern weil es nach der Aufgabe als Staatssekretärin erst im Kultus- und wenige Monate später im Sozialministerium erneut ein neues Haus gewesen wäre.“

Beschäftigt und unterwegs ist Carolina Trautner ständig: „Seit ich Kabinettsmitglied bin, habe ich einen Fahrer, damit ich Zeit im Auto zum Arbeiten nutzen kann. Zudem gibt es eine Übernachtungsmöglichkeit in München, wenn Sitzungen wieder länger gehen.“

Klingt nach wenig Zeit für die Familie, doch Mama Carin, die ursprünglich aus Schweden kommt, und  der Augsburger Papa Helmut Lemmer können sich nicht beschweren: „Wir finden toll, was Nina macht. Und sie schafft es trotzdem, regelmäßig Kontakt zu halten. Gern gehen wir dann essen, irgendwo auf dem Land.“ Freie Zeit mit dem Ehemann nutzt Ministerin Nina am liebsten in der Natur: „Wir marschieren los, zum Beispiel von Stadtbergen nach Anhausen. Da ist man eine Weile unterwegs, wir können ausgiebig reden.“

Gerne kocht das Paar auch gemeinsam. Wobei sich die Aufgaben bei der Kässpatzen-, Gulasch- oder Rindsrouladen-Produktion des Arzt-Gatten „eher aufs Assistieren“ beschränken, lacht Carolina. Einzig die Saxophon-Karriere leidet deutlich unter den politischen Aufgaben. Dafür spielt „unsere Sozialministerin“ auf der politischen Bühne Inzwischen definitiv eine erste Geige.

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