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Samstag, 06. Juni 2026

Manuel Baum: Alle Erwartungen übertroffen

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Der FC Augsburg behält Manuel Baum auch für die kommende Saison auf der Trainerbank. Diese Nachricht gab der Verein wenige Tage nach Saisonende bekannt und sie ist folgerichtig.

Drei Tage dauerte der Prozess der Saisonaufarbeitung, an dem Geschäftsführer Michael Ströll, Sportdirektor Benjamin Weber und Baum selbst beteiligt waren. Die große Frage lautete: Bleibt Baum auf seinem Trainerposten oder kehrt er zurück auf seine eigentliche Position als Leiter Entwicklung und Fußballinnovation?

Bereits Ende des vergangenen Jahres stellte sich diese Frage und man beantwortete sie damals damit, dem Fußballlehrer weiter das Vertrauen auf der Trainerbank zu schenken, und man sollte sie nicht bereuen. Als Sandro Wagner nach dem 12. Spieltag seinen Hut nehmen musste, war der FC Augsburg mit 10 Zählern alles andere als ideal in die Saison gestartet, der Club auf eine weitere Saison im Abstiegskampf eingestellt. Per se kein Beinbruch, schließlich liegt der Club im Ligavergleich, was die Personalausgaben angeht, auf Rang 15, also knapp oberhalb der Abstiegszone. Diese Kosten sind in der Regel ein guter Indikator für die sportliche Ausgangslage, in der sich Vereine befinden.

Manuel Baum: Argumente für die Verhandlungen

So landeten die beiden Top-Spender-Vereine Bayern und Dortmund auf den Plätzen 1 und 2, sowie die beiden Clubs mit den niedrigsten Personalausgaben, St. Pauli und Heidenheim, auf dem letzten und vorletzten Platz.

Trotz des vergleichsweise niedrigen Etats ist die Anspruchshaltung in der Fuggerstadt über die vergangenen Jahre gewachsen. Mit mittlerweile über 15-jähriger Ligazugehörigkeit gelten die Top 10 seit ein paar Jahren als auserkorenes Ziel. Unter Jess Thorup verpasste man dieses in der vorigen Spielzeit nur knapp (43 Punkte, Platz 11) von Wagner erhoffte man sich sogar einen Push auf die europäischen Plätze. Nach dessen Scheitern waren die Ansprüche also gedämpft. Baum startete mit einem 2:0-Heimerfolg über Leverkusen, verlor bis Weihnachten kein Spiel mehr und bezwang im neuen Jahr als einziges Team den Branchenprimus aus München in dessen heimischer Allianz Arena.

Von da an begann ein Lauf, der den FCA vom hinteren Mittelfeld in die obere Tabellenhälfte katapultierte und an dessen Ende man am letzten Spieltag sogar noch eine Restchance auf Europa besaß. Mit einem Punkteschnitt von 1,5 – dem besten in der Augsburger Bundesligahistorie – sammelte Baum Woche für Woche nicht nur enorm wichtige Zähler, sondern auch Argumente, die ihm in den Verhandlungen nach Saisonende zugutekamen. Neben dem sportlichen Erfolg, der für sich spricht, punktete Baum auch auf der menschlichen Seite.

Am Ende blieb kaum ein Wunsch offen

Nicht nur bei den Fans und den Verantwortlichen, auch bei den Spielern. Diese sprachen sich fast schon gebetsmühlenartig an den letzten 5 Spieltagen Woche für Woche für einen Verbleib des 46-Jährigen aus. Hinzu kam eine vor allem in der zweiten Saisonhälfte deutlich erkennbare sportliche Entwicklung auf dem Rasen, vom pragmatischen Umschaltfußball hin zu guten Strukturen im Spiel mit dem Ball.

Baum hakte auch wegen der vielen Spielminuten für die eigenen Talente jede Checkbox, die in den letzten Jahren an einen FCA-Trainer gestellt wurde, bravourös ab. Am Ende blieb also kaum ein Wunsch offen, ein Wechsel auf der Trainerposition wäre nur mit einer eindeutigen Willensbekundung Baums, auf seine angestammte Position zurückkehren zu wollen, vereinbar gewesen. Da dieser aber im Laufe der Saison immer mehr Spaß am Trainerdasein fand, ist die Vertragsverlängerung bis Sommer 2028 die einzig logische Entscheidung und womöglich genau der richtige Schritt, um in der kommenden Saison eventuell noch einen Tick erfolgreicher zu sein.

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